Ge­winn­pro­gno­sen wer­den ge­senkt

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE - SEI­TE 25

Vie­le An­le­ger schei­nen zu ver­ges­sen, dass auf lan­ge Sicht die Un­ter­neh­mens­ge­win­ne ent­schei­den, ob die Ak­ti­en­kur­se stei­gen oder fal­len. Sie rich­ten ih­ren Blick der­zeit eher auf glo­ba­le Kon­junk­tur­da­ten. Das wird nicht im­mer so blei­ben. Es ist des­we­gen sinn­voll, die pro­gnos­ti­zier­ten Über­schüs­se im Au­ge zu be­hal­ten. Wer das macht, er­kennt, dass die ak­tu­el­le Ral­ly auf ei­nem wack­li­gen Fun­da­ment steht: Die Ana­lys­ten ha­ben ih­re Ge­winn­hoch­rech­nun­gen seit An­fang Jahr merk­lich nach un­ten kor­ri­giert. Im Ja­nu­ar hat­ten sie für die S&p-500-kon­zer­ne mit ei­nem Pro­fit­zu­wachs von 12,2% ge­rech­net – heu­te er­war­ten sie noch ein Plus von 10,4%.

Auch die Un­ter­neh­men sind skep­tisch. Nur we­ni­ge las­sen sich auf die Äs­te hin­aus und pu­bli­zie­ren kon­kre­te Schät­zun­gen. Die meis­ten äus­sern sich nur sehr va­ge zur Zu­kunft – zu vo­la­til ist ih­nen das mo­men­ta­ne Um­feld, zu gross die Un­ge­wiss­heit. Kon­zer­ne, die trotz­dem Ge­winn­pro­gno­sen ver­öf­fent­licht ha­ben, die­se nun aber an­pas­sen, sen­ken sie mehr­heit­lich.

Doch es gibt sie noch; die Sil­ber­strei­fen am Ho­ri­zont. So rech­nen die Ana­lys­ten im ers­ten Quar­tal 2012 nicht mit grös­se­ren Ge­winn­war­nun­gen. Die Pro­fit­schät­zun­gen und da­mit die Kurs-ge­winn-ver­hält­nis­se für die na­he Zu­kunft wer­den so ver­läss­li­cher und kön­nen dem An­le­ger als Ent­schei­dungs­stüt­ze die­nen.

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