Carls­berg hebt Di­vi­den­de an

DK

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - OP

Der dä­ni­sche Bier­kon­zern Carls­berg, zu dem die gröss­te Schwei­zer Braue­rei Feld­schlöss­chen ge­hört, hat im ver­gan­ge­nen Jahr mehr ver­kauft, aber we­ni­ger ver­dient. Der kon­so­li­dier­te Bier­ab­satz stieg knapp 4% (or­ga­nisch 3%) auf 118,7 Mio. Hek­to­li­ter und der Um­satz so­wohl no­mi­nell als auch or­ga­nisch 6% auf 63,6 Mrd. dkr. (10,3 Mrd. Fr). Doch der Be­triebs­ge­winn sank we­gen der ge­stie­ge­nen Roh­stoff­prei­se und der schwa­chen Ge­schäfts­ent­wick­lung in Russ­land, dem be­deu­tends­ten Markt von Carls­berg, 4% auf 9,8 Mrd. dkr.

Das ent­sprach weit­ge­hend den Ana­lys­ten­er­war­tun­gen, nach­dem die Dä­nen die Ge­winn­erwar­tung im Som­mer 2011 we­gen des schlech­ten Wet­ters in wei­ten Tei­len Eu­ro­pas und der mar­kan­ten Ver­teue­rung von Malz ge­senkt hat­ten. Der Ge­winn pro Ak­tie sank un­ter dem Strich 3,7% auf 33.80 dkr. Den­noch soll die Di­vi­den­de um 10% auf 5.50 dkr. an­ge­ho­ben wer­den.

Das kann sich die viert­gröss­te Braue­rei der Welt hin­ter An­heu­ser-busch In­bev, Sab­mil­ler und Hei­ne­ken pro­blem­los leis­ten – zu­mal die Aus­schüt­tungs­quo­te von rund 16% und die Di­vi­den­den­ren­di­te von 1,2% an­ge­sichts des nach wie vor ho­hen ope­ra­ti­ven Cash­flows von 8,8 ( Vor­jahr: 11) Mrd. dkr. be­schei­den sind. Carls­berg braucht auch Geld für Ak­qui­si­tio­nen. 2012 soll die Be­tei­li­gung von 85% an der rus­si­schen Braue­rei Bal­ti­ka für bis zu 6,5 Mrd. dkr. auf 100% auf­ge­stockt wer­den.

Die wei­te­ren Aus­sich­ten be­ur­teilt das Ma­nage­ment we­gen des un­si­che­ren Kon­junk­tur- und Kon­su­m­um­felds zu­rück­hal­tend. Für Nord- und We­st­eu­ro­pa, wo Carls­berg 2011 in ei­nem ins­ge­samt sta­gnie­ren­den Markt ein Um­satz­wachs­tum von 2% (or­ga­nisch 1%) auf 36,9 Mrd. dkr. er­wirt­schaf­te­te, wird mit ei­nem leicht schrump­fen­den Markt ge­rech­net, in Russ­land mit ei­nem mo­de­ra­ten Wachs­tum. In Asi­en, wo der Um­satz 2011 um 22% auf 6,8 Mrd. und der Be­triebs­ge­winn 23% auf 1,29 Mrd. dkr. ge­stei­gert wur­de, soll­te sich der Auf­schwung fort­set­zen. Ins­ge­samt er­war­tet Carls­berg ein ope­ra­ti­ves Er­geb­nis 2012 in Vor­jah­res­hö­he und ein leich­tes Ge­winn­plus vor Son­der­pos­ten.

An der Bör­se wur­de der Leis­tungs­aus­weis wohl­wol­lend auf­ge­nom­men. Die Ak­ti­en stie­gen zum Wo­chen­auf­takt 5,9% auf 454.10 dkr. und no­tier­ten am Di­ens­tag­nach­mit­tag 440.90 dkr. Sie sind mit ei­nem KGV 2012 von 13 im Bran­chen­ver­gleich güns­tig be­wer­tet, was aber we­gen des do­mi­nie­ren­den Eu­ro­pa­ge­schäfts und des schwie­ri­gen Markt­um­felds in Russ­land ge­recht­fer­tigt ist. Kon­kur­rent Hei­ne­ken, des­sen Ti­tel mit ei­nem KGV 2012 von 14 ge­han­delt wer­den, stei­ger­te 2011 den Ge­winn vor Son­der­pos­ten 8,8% auf 1,58 Mrd. €. Mit Span­nung wer­den nun die Jah­res­er­geb­nis­se des Bran­chen­pri­mus An­heu­ser-busch In­bev (KGV 2012 von 16) am 8. März er­war­tet.

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