Ak­bank stellt sich vor

OB­LI­GA­TIO­NEN Tür­ki­sche Top-bank son­diert Fran­ken­markt – Kraft­wer­ke Linth-lim­mern be­gibt Lang­läu­fer

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - TOMMASO MANZIN

Die ein­zi­ge Emis­si­on bis Di­ens­tag war der von Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB), Cre­dit Suis­se (CS) und UBS In­vest­ment Bank (IB) lan­cier­te Lang­läu­fer 27⁄ 8% Kraft­wer­ke Linth-lim­mern 2012/2042 über 145 Mio. Fr. Am ganz kur­zen En­de wur­den 2,512 Mrd. Fr. sechs­mo­na­ti­ger Geld­markt­buch­for­de­run­gen der Eid­ge­nos­sen­schaft (Se­rie 6.7954) zu­ge­teilt. Die Ren­di­te stell­te sich auf –0,099% ein.

Hoff­nung auf Ren­di­te macht da, dass das In­ter­es­se am Fran­ken­ka­pi­tal­markt von Emit­ten­ten aus den auf­stre­ben­den Wachs­tums­märk­ten zu­nimmt. Am Mon­tag hat sich Ak­bank als ers­te tür­ki­sche Bank, be­glei­tet von Roy­al Bank of Scot­land und UBS IB, den In­ves­to­ren in Zü­rich vor­ge­stellt. Ak­bank gilt als Pio­nier im in­ter­na­tio­na­len Ka­pi­tal­markt. Im Ju­li 2010 lan­cier­te die Bank als Ers­te des Lan­des ei­ne Dol­lar­an­lei­he in Bench­mark­grös­se.

«Ak­bank ver­fügt mit ei­ner Tier1-Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te von 16,2% über ei­ne ro­bus­te Ka­pi­tal­struk­tur, er­klärt CEO Ha­kan Bin­bas­gil. «Das Ver­hält­nis zwi­schen Kre­di­ten und Spar­ein­la­gen be­trägt 92% – die Li­qui­di­täts­si­tua­ti­on ist kom­for­ta­bel.» Die Ver­schul­dungs­quo­te be­trägt tie­fe 7,7%, und mit ei­ner Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung von 15,9 Mrd. $ zählt Ak­bank zu den Schwer­ge­wich­ten der Istan­bu­ler Bör­se. Auch die Tür­kei war­tet mit – für eu­ro­päi­sche Ver­hält­nis­se – be­nei­dens­wer­ten Fi­nanz­kenn­zah­len auf. Das Ver­hält- nis von Schul­den zu Brut­to­in­land­pro­dukt be­trägt 40% (der Durch­schnitt der EU liegt auf rund 86%, Deutsch­land la­viert um die 80%). Das Wachs­tum er­reich­te 2011 8,5%, für 2012 wer­den 4% er­war­tet.

«Tür­ki­sche Ban­ken pro­fi­tie­ren von der vor­teil­haf­ten De­mo­gra­fie – über die Hälf­te der Tür­ken ist jün­ger als 29.» Zahl­rei­che Haus­hal­te sei­en nach wie vor von Bank­dienst­leis­tun­gen nicht er­schlos­sen. Der Ban­ken­sek­tor sei von der dy­na­mi­schen Ent­wick­lung der Ver­mö­gens­wer­te ge­prägt, die Mit­tel­schicht wach­se schnell. Die Auf­sicht der Tür­ki­schen Ban­ken­re­gu­lie­rung sei dank der Er­fah­run­gen in der Kri­se von 2001 seit lan­gem aus­ge­spro­chen strikt, führt Bin­bas­gil aus. Ak­banks Er­folgs­ge- schich­te wird als Fall­stu­die an der Har­vard-uni­ver­si­tät ein­ge­setzt.

Stan­dard & Poor’s (S&P) hat den Aus­blick des A von Mi­gros Ge­nos­sen­schafts-bund (MGB) von sta­bil auf ne­ga­tiv ge­senkt. Der Wett­be­werbs­druck im De­tail­han­del wer­de Um­satz und Pro­fi­ta­bi­li­tät bein­träch­ti­gen. S&P hat die Ein­stu­fung auf Wunsch des MGB zu­rück­ge­zo­gen. Nicht be­trof­fen ist Mi­gros Bank (A, sta­bil).

ZKB stuft Al­piq nach dem Ver­lust für 2011 von 1,3 Mrd. Fr. von A+ auf A zu­rück. Lei­der kön­ne nicht von ei­nem Aus­rut­scher die Re­de sein, der Ver­sor­ger rech­ne selbst nicht mit ei­ner bal­di­gen Wen­de. Die Rück­stu­fung ba­sie­re vor al­lem auf der nach­las­sen­den Er­trags­kraft und der ver­schlech­ter­ten Schul­den­quo­te. Trotz der be­reits ein­ge­lei­te­ten Kos­ten­sen­kungs­mass­nah­men dürf­te das Mar­gen­pro­blem noch min­des­tens bis 2013 an­hal­ten. Die Agen­tur stutzt auch Gran­de Di­xence von A+ auf A. Al­piq ist mit 60% am Un­ter­neh­men be­tei­ligt.

Stan­dard & Poor’s setzt das BB+ von To­kyo Electric Po­wer (Tep­co) auf die Über­prü­fungs­lis­te für ei­ne Rück­stu­fung. Der Ver­lust für das Ge­schäfts- und Ka­ta­stro­phen­jahr 2012 wer­de mas­si­ver als bis­her an­ge­nom­men aus­fal­len. Die Pro­ble­me dürf­ten zu­dem über das nächs­te Jahr hin­aus an­hal­ten, da Tep­co u. a. die Strom­prei­se we­ni­ger stark als er­hofft er­hö­hen konn­te und zu­dem die Auf­räum­kos­ten im Atom­kraft­werk Fu­kus­hi­ma schwe­rer als er­war­tet ins Ge­wicht fal­len dürf­ten.

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