Was den Gold­preis be­ein­flusst

EDEL­ME­TAL­LE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - PHI­LIP KNÜP­PEL,

Es wird pos­tu­liert, dass bör­sen­no­tier­te Roh­stoff­pro­duk­te – vor al­lem ETC und ETF, die mit phy­si­schem Gold hin­ter­legt sind – den Gold­preis in den letz­ten Jah­ren auf nie ge­se­he­ne Hö­hen ge­trie­ben hät­ten. Doch stimmt das? Die­se An­la­ge­for­men ver­fü­gen im Na­men ih­rer An­le­ger welt­weit über rund 2000 Ton­nen Gold. Ist das viel oder we­nig? Fakt ist: Al­lein die ver­öf­fent­lich­ten Be­stän­de der Zen­tral­ban­ken ma­chen rund 32 000 Ton­nen aus, al­so ein Viel­fa­ches der ETF- und Etc-hol­dings. Auch bei den Zuflüs­sen sieht es ähn­lich aus: An­le­ger ha­ben durch ETF und Co. für ei­ne Nach­fra­ge nach rund 250 Ton­nen Gold ge­sorgt. Da­ge­gen wa­ren Zen­tral­ban­ken für rund 350 Ton­nen und die Schmuck­in­dus­trie so­gar für ca. 2000 Ton­nen ver­ant­wort­lich. Die Gold­nach­fra­ge war 2011 al­so von tra­di­tio­nel­len Kun­den, nicht von In­ves­to­ren be­stimmt.

Ei­ne be­son­de­re Ent­wick­lung hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren das sel­te­ne Pla­tin­grup­pen­me­tall Rho­di­um voll­zo­gen. Das einst so stol­ze weiss­li­che Me­tall fiel von ei­nem ex­trem ho­hen Preis­ni­veau von 10 000 $ pro Fein­un­ze 2008 auf rund 1290 $ bis Mitte Ja­nu­ar 2012. Heu­te no­tiert es rund 200 $ teu­rer bei 1520 $ pro Fein­un­ze. Die Nach­fra­ge ist wie bei den an­de­ren Pla­tin­grup­pen­me­tal­len von der Au­to­in­dus­trie ge­trie­ben. Im Ge­gen­satz et­wa zu Pla­tin fra­gen An­le­ger Rho­di­um kaum nach. Le­dig­lich die Deut­sche Bank und die RBS bie­ten Pro­duk­te an, die den Rho­di­um­preis ab­bil­den. Bar­ren oder Mün­zen wer­den für Rho­di­um gar nicht an­ge­bo­ten.

He­bel­pro­duk­te

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