ADB setzt stär­ker auf Soft­ware

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - CC

Der Wan­del in der Fern­seh­land­schaft hat auch der Ad­van­ced Di­gi­tal Broad­cast Group (ADB) im Ge­schäfts­jahr 2011 Schwie­rig­kei­ten be­rei­tet. Der Um­satz des Set­top-boxen-her­stel­lers stieg zwar ge­gen­über dem Vor­jahr um 12% auf 399 Mio. $. Der ope­ra­ti­ve Ge­winn ging aber be­rei­nigt um mehr als die Hälf­te auf 7,6 Mio. $ zu­rück, was ei­ne Mar­ge von 1,9% er­gibt. Nach Re­struk­tu­rie­rungs­kos­ten von 15,4 Mio. $ re­sul­tier­te un­ter dem Strich ein Ver­lust von 12,2 Mio. $.

«PAY-TV is not dead» lau­tet die Ant­wort von Fir­men­grün­der, CEO und Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent And­rew Ry­bi­cki. Al­ler­dings wer­de die klas­si­sche Set­top-box künf­tig in an­de­rer Form zum Ein­satz kom­men, et­wa als Chip. Für ADB be­deu­te das, stär­ker auf Soft­ware und Sys­tem­in­te­gra­ti­on rund um das Fern­se­hen der Zu­kunft zu set­zen, er­klär­te Ry­bi­cki.

Wie für Ku­del­ski gilt auch für ADB, dass die­ser Markt hart um­kämpft ist. Mit der Über­nah­me der ita­lie­ni­schen Pi­rel­li Broad­band So­lu­ti­ons En­de 2010 ist die Grup­pe im­mer­hin na­he an Tele­com­kon­zer­nen, die In­ter­net-fern­se­hen an­bie­ten: Kun­den sind Swiss­com in der Schweiz, Fast­web in Ita­li­en, Te­le­fo­ni­ca in Spa­ni­en, Te­le­kom Aus­tria so­wie Tele­com Ita­lia.

Für die An­le­ger be­deu­tet die Neu­aus­rich­tung ei­ne Durst­stre­cke. Der Ver­wal­tungs­rat hat noch nicht ent­schie­den, ob ei­ne Di­vi­den­de für 2011 ge­zahlt wird. Zu­letzt hat­te das Un­ter­neh­men 1 Fr. je Ak­tie aus­ge­schüt­tet. Die An­le­ger re­agier­ten am Don­ners­tag mit Ver­käu­fen, al­ler­dings hat­ten die Va­lo­ren im Vor­feld der Zah­len auch an Ter­rain ge­won­nen. 2012 wird ein wei­te­res Über­gangs­jahr. Es emp­fiehlt sich ab­zu­war­ten, wie er­folg­reich ADB das neue Ge­schäfts­mo­dell um­setzt.

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