Afri­kas Hel­den

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Vor­der­grün­dig zeigt die ab 26. Fe­bru­ar bis 3. Ju­ni ge­öff­ne­te Aus­stel­lung «Hel­den – Ein neu­er Blick auf die Kunst Afri­kas» des Riet­berg-mu­se­ums in Zü­rich nur, wie afri­ka­ni­sche Künst­ler der letz­ten 900 Jah­re ih­re Mäch­ti­gen, ih­re Kö­ni­ge, Pries­ter, Häupt­lin­ge und Hel­den dar­stell­ten. Der Rah­men der Aus­stel­lung spannt sich von Ter­ra­kot­ta- und Bron­ze­ar­bei­ten der Yo­ru­baKunst des 12. bis 15. Jh. bis zu den Holz­skulp­tu­ren der Hem­ba des 17. bis 19. Jh.

Doch mit ih­ren rund hun­dert aus den be­deu­tends­ten Samm­lun­gen der Welt ent­lie­he­nen Skulp­tu­ren ver­an­schau­licht die­se vom New Yor­ker Me­tro­po­li­tan Mu­se­um of Art über­nom­me­ne Su­per­schau auch ein Ka­pi­tel eu­ro­päi­scher Kunst­ge­schich­te. Dass sich die Pio­nie­re der klas­si­schen Mo­der­ne von Pi­cas­so bis Bran­cu­si für die Kunst Schwarz­afri­kas in­ter­es­sier­ten, ist in­zwi­schen All­ge­mein­wis­sen. In der Aus­stel­lung des Riet­berg-mu­se­ums sind nun aber ei­ni­ge der Meis­ter­wer­ke zu se­hen, die die kri­ti­schen Mo­der­ne­pio­nie­re be­son­ders be­ein­flusst ha­ben dürf­ten. Mit ih­rer Ve­r­ewi­gung für die Nach­welt dürf­ten die afri­ka­ni­schen Fürs­ten näm­lich ge­nau­so wie Re­nais­sance­fürs­ten und Fran­zo­sen­kö­ni­ge nur die bes­ten Künst­ler ih­rer Zeit be­traut ha­ben. Schliess­lich wird die­se eben­so lehr­rei­che wie ge­nuss­vol­le Schau dem an­spruchs­vol­len, aber zu­kunfts­träch­ti­gen und im­mer noch preis­güns­ti­gen Kunst­markt­ge­biet der afri­ka­ni­schen Kunst ei­nen kräf­ti­gen Zu­wachs be­sche­ren (www.riet­berg.ch).

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