Ren­di­te­fra­gen im Vor­der­grund

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM/ROHSTOFFE - CC

Die In­ter­na­tio­na­le Ener­gie­agen­tur (IEA) geht da­von aus, dass Erd­gas bis 2035 der wich­tigs­te Ener­gie­trä­ger in der Eu­ro­päi­schen Uni­on (EU) noch vor Erd­öl sein wird. Die 55 Mrd. Ku­bik­me­ter Erd­gas, wel­che die Nord-Stream-Pi­pe­line ge­gen­wär­tig trans­por­tie­ren kann, ent­spre­chen ei­nem An­teil von 11% der für 2035 pro­gnos­ti­zier­ten Erd­gas­im­por­te der EU.

Preis­dämp­fen­de Ef­fek­te für Erd­gas und Fra­gen zu Tran­sit­ka­pa­zi­tä­ten stel­len Pi­pe­line­pro­jek­te ge­gen­wär­tig auf die Pro­be. So wur­de spe­ku­liert, RWE könn­te sich vom Pro­jekt Na­buc­co zu­rück­zie­hen. Auf An­fra­ge er­klärt der deut­sche Ener­gie­ver­sor­ger, den Bau von Pi­pe­lines im süd­li­chen Kor­ri­dor wei­ter zu un­ter­stüt­zen, so­lan­ge sie da­zu bei­trü­gen, kas­pi­sches Gas auf ei­ner öko­no­misch ver­nünf­ti­gen Ba­sis nach Deutsch­land zu trans­por­tie­ren.

Der Schwei­zer Ver­sor­ger Ax­po will sich nicht kon­kret zur Ren­ta­bi­li­tät von Pro­jek­ten äus­sern. Ein Spre­cher sagt, die Wirt­schaft­lich­keit las­se sich nur im Kon­text der ge­sam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te be­trach­ten Ent­schei­dend sei­en ne­ben Tran­sit­fra­gen die Ver­trags­kon­di­tio­nen für Erd­gas­lie­fe­run­gen mit dem im Kas­pi­schen Meer ak­ti­ven Shah-De­niz-Kon­sor­ti­um um BP und die nor­we­gi­sche Sta­toil. Die­ses will An­fang 2013 zwi­schen Na­buc­co und dem Kon­kur­renz­pro­jekt Trans Adria­tic Pi­pe­line ( TAP) ent­schei­den. Letz­te­re rech­net sich selbst gu­te Chan­cen aus. Die Rou­te sei kür­zer, wirt­schaft­li­cher, und das Pro­jekt sei wei­ter fort­ge­schrit­ten, heisst es auf An­fra­ge. Wenn die Gas­pro­duk­ti­on auf dem Shah-De­niz-II-Feld star­te, sei die TAP be­reit für den Trans­port. Dies dürf­te 2017 oder 2018 der Fall sein. Gaz­prom GAZ­PROM

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.