Dat­a­co­lor stei­gert Mar­ge

SCHWEIZ Die Mass­nah­men des Farb­me­tri­kers zei­gen Wir­kung

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/TECHNOLOGIE - FRANK HEI­NI­GER

Der Farb­me­trik­spe­zia­list Dat­a­co­lor blickt auf ein so­li­des Ge­schäfts­jahr 2011/12 zu­rück. Im wich­ti­gen Tex­til­sek­tor konn­te er die Markt­füh­rer­schaft aus­bau­en. Al­ler­dings blei­ben die wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen schwie­rig. Der Grup­pen­um­satz nahm des­halb ge­gen­über dem Vor­jahr nur um 1% auf 55,9 Mio. $ zu.

Dat­a­co­lor hat im ab­ge­schlos­se­nen Be­richts­zeit­raum die Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur an­ge­passt, Pro­zes­se op­ti­miert so­wie die Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz er­höht. Wie er­hofft schlu­gen sich die Mass­nah­men in der Er­folgs­rech­nung nie­der: Die Mar­ge auf Ba­sis Ebit­da stieg ge­gen­über dem Vor­jahr von 10,7 auf 12,1%. Un­ter dem Strich re­sul­tier­te ein Über­schuss von 4,2 Mio. $, was ei­ner Zu­nah­me um 12% ent­spricht.

Ei­ne im­mer wich­ti­ge­re Rol­le spielt für Dat­a­co­lor der asia­ti­sche Markt. In Chi­na und In­di­en hat das Un­ter­neh­men die ei­ge­ne Ver­triebs- und Ser­vice­or­ga­ni­sa­ti­on ver­stärkt und den Per­so­nal­be­stand auf­ge­stockt. Dies half mit, die Ein­nah­men von 16,9 auf 17,5 Mio. $ leicht zu er­hö­hen. Her­aus­for­dernd bleibt je­doch der eu­ro­päi­sche Ab­satz­markt, der wei­ter­hin den gröss­ten Um­satz­bei­trag lie­fert. Hier er­mäs­sig­ten sich die Ein­nah­men ge­gen­über dem Vor­jahr von 23 auf 21,5 Mio. $.

Zu den Stär­ken des Un­ter­neh­mens zählt die grund­so­li­de Bi­lanz. Per En­de Sep­tem­ber ver­füg­te die schul­den­freie Ge­sell­schaft über ei­ne Net­to­li­qui­di­tät von 24 Mio. $. Das soll auch den Teil­ha­bern zu­gu­te­kom­men: So schlägt der Ver­wal­tungs­rat der Ge­ne­ral­ver­samm­lung vor, für das Ge­schäfts­jahr 2011/12 ei­ne Di­vi­den­de von 11 Fr. pro Ti­tel aus­zu­schüt­ten. Auf Ba­sis der ak­tu­el­len No­tie­rung ent­spricht das ei­ner Ren­di­te von 2,7%. Im Vor­jahr hat­te man die Aus­schüt­tung we­gen der ho­hen Um­struk­tu­rie­rungs­kos­ten al­ler­dings von 12 auf 10 Fr. kür­zen müs­sen.

Dank der ste­ti­gen Lan­cie­rung neu­er Pro­duk­te und der er­folg­rei­chen Ef­fi­zi­enz­mass­nah­men ist Dat­a­co­lor auf gu­tem Weg – so­fern sich die Welt­kon­junk­tur nicht merk­lich ab­kühlt. Für das Ge­schäfts­jahr 2012/13 schätzt «Fi­nanz und Wirt­schaft» den Ge­winn auf 27.50 Fr. pro Ak­tie. Da­mit wei­sen die Ti­tel ein Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 15 auf, das an­ge­sichts der Wachs­tums­ra­ten nicht be­son­ders at­trak­tiv ist. Zu­dem sind sie nur spär­lich im Pu­bli­kum ge­streut (we­ni­ger als 700 Ein­zel­ak­tio­nä­re) und wer­den kaum ge­han­delt. Noch im­mer hal­ten die Fa­mi­li­en Du­bach und Kel­ler die Mehr­heit von über zwei Drit­teln.

Dat­a­co­lor N Al­le Fi­nanz­da­ten zu Dat­a­co­lor im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/DCN

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