Ge­org Fi­scher ex­pan­diert wei­ter im Reich der Mit­te

SCHWEIZ

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - US

Der In­dus­trie­kon­zern Ge­org Fi­scher (GF) un­ter­nimmt wei­te­re Ex­pan­si­ons­schrit­te in Chi­na. Im Au­to­mo­bil­ge­schäft (Au­to­mo­ti­ve), der nach wie vor gröss­ten der drei Un­ter­neh­mens­spar­ten, will die Grup­pe die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten der bei­den be­ste­hen­den Ei­sen- und Alu­mi­ni­um­gies­se­rei­en um rund 40% aus­bau­en.

Das wach­sen­de En­ga­ge­ment in Chi­na fügt sich naht­los in die bis­lang um­ge­setz­te Stra­te­gie ein. Der Um­satz­an­teil von GF im Reich der Mit­te ist in den ver­gan­ge­nen sechs Jah­ren von 0 auf 10% ge­wach­sen. Be­reits im Ge­schäfts­be­richt 2011 un­ter­strich die GF-Füh­rung, dass das Chi­na­ge­schäft für «ei­nen wei­te­ren Wachs­tums­schub» in der Di­vi­si­on Au­to­mo­ti­ve sor­gen wer­de. Zu den GF-Kun­den zäh­len zu­neh­mend auch chi­ne­si­sche Au­to­her­stel­ler, die Fahr­zeu­ge für den In­land­markt, aber auch für den Ex­port her­stel­len.

Ge­trübt sind da­ge­gen die Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven in Eu­ro­pa, dem an­de­ren gros­sen Markt von GF Au­to­mo­ti­ve. Der eu­ro­päi­sche PW-Markt hat sich 2012

Ge­org Fi­scher N im fünf­ten auf­ein­an­der­fol­gen­den Jahr zu­rück­ge­bil­det. In die­sem Um­feld ver­äus­sert das Un­ter­neh­men nun das Alu­mi­ni­ums­and­guss-Ge­schäft mit zwei Gies­se­rei­en in Fried­richs­ha­fen und Gar­ching. Die bei­den Wer­ke, die seit 1999 zur GFG­rup­pe ge­hör­ten, wer­den an den ös­ter­rei­chi­schen Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer MWS ab­ge­ge­ben, der da­mit zum gröss­ten eu­ro­päi­schen An­bie­ter im Be­reich Alu­mi­ni­ums­and­guss wird. GF wird sich auf die gut im Markt po­si­tio­nier­ten Ei­sen- und Alu­mi­ni­um­druck-Gies­se­rei­en kon­zen­trie­ren.

Die Ve­räus­se­rung der we­nig ren­ta­blen Ka­pa­zi­tä­ten in Gar­ching und Fried­richs­ha­fen wird das Be­triebs­er­geb­nis (Ebit) nicht si­gni­fi­kant tan­gie­ren. Die Ak­ti­vi­tä­ten wer­den nun per 1. Ja­nu­ar 2012 als nicht mehr wei­ter­ge­führ­te Ak­ti­vi­tä­ten in den Bü­chern no­tiert. Gar­ching und Fried­richs­ha­fen ka­men zu­sam­men auf ei­nen Um­satz von 127 Mio. bei Ge­samt­ein­nah­men von 1,7 Mrd. Fr. im Au­to­mo­ti­ve-Be­reich. Die Trans­ak­ti­on führt in­des zu ei­nem «nicht li­qui­di­täts­wirk­sa­men Auf­wand, der das Kon­zern­er­geb­nis 2012 mit 27 Mio. be­las­tet», wird in ei­ner Me­di­en­mit­tei­lung fest­ge­hal­ten. Die­ser ist rund zur Hälf­te auf Wäh­rungs­ef­fek­te zu­rück­zu­füh­ren. Die Be­las­tung des Kon­zern­er­geb­nis­ses hat die GF-Ak­ti­en be­mer­kens­wer­ter­wei­se nicht un­ter Druck ge­setzt. Of­fen­kun­dig be­trach­tet ein Gross­teil der In­ves­to­ren die De­ves­ti­ti­on der an­ge­spro­che­nen Ak­ti­vi­tä­ten als sinn­voll.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.