«Chi­na muss Frei­hei­ten ge­wäh­ren»

AND­REW ROTH­MAN Der Stra­te­ge von CLSA er­klärt, die Volks­re­pu­blik steue­re un­wei­ger­lich auf ei­ne re­prä­sen­ta­ti­ve Re­gie­rungs­form zu

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Das un­ab­hän­gi­ge asia­ti­sche Bro­ker­und In­vest­ment­haus CLSA ist be­kannt für ex­zel­len­tes Re­se­arch und er­fah­re­ne Stra­te­gen. And­rew Roth­man, der Ma­krostra­te­ge für Chi­na, er­läu­tert im In­ter­view mit «Fi­nanz und Wirt­schaft» in Schang­hai die Ent­wick­lung Chi­nas und sagt, was die Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei tun muss, um an der Macht zu blei­ben. Er ist er­staunt, wie schlecht die chi­ne­si­sche Wirt­schaft von aus­län­di­schen In­ves­to­ren im­mer noch ver­stan­den wird. Herr Roth­man, was än­dert sich in Chi­na un­ter der neu­en Füh­rung? Es wird Än­de­run­gen ge­ben, aber kei­ne dra­ma­ti­schen. Es han­delt sich nicht um ei­nen Macht­wech­sel der Re­gie­rung wie im Wes­ten. Xi Jin­ping und Li Ke­qiang ha­ben die ak­tu­el­le Po­li­tik mass­geb­lich be­ein­flusst, sie wa­ren wäh­rend der letz­ten fünf Jah­re die Stell­ver­tre­ter des Prä­si­den­ten und des Pre­miers so­wie zwei der neun Mit­glie­der des Ste­hen­den Ko­mi­tees der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei. Die bei­den ste­hen vor al­lem für Kon­ti­nui­tät. ver­gan­ge­nen sechs Jah­ren 46 Mio. Staats­an­ge­stell­te. Die Füh­rung ist be­reit, schwie­ri­ge Ent­schei­de zu fäl­len. Gä­be es so­zia­le Un­ru­hen, so wie zur­zeit in süd­eu­ro­päi­schen Län­dern, falls sich Chi­nas Wirt­schafts­wachs­tum un­er­war­tet deut­lich auf 4 oder 5% ab­kühl­te? Nie­mand geht in Grie­chen­land oder Spa­ni­en we­gen des Wirt­schafts­wachs­tums auf die Stras­se. Die Leu­te pro­tes­tie­ren, weil sich ihr Le­bens­stan­dard ver­schlech­tert und weil sie für die Zu­kunft schwarz se­hen. Schwächt sich die Wirt­schaft dras­tisch ab, muss ge­fragt wer­den, wel­che Sek­to­ren am schlimms­ten da­von be­trof­fen sind, in­wie­fern die durch­schnitt­li­che

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