«Wir wol­len Image von La­cos­te ver­bes­sern»

JE­AN-BER­NARD RON­DEAU

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM -

Das ver­schwie­ge­ne Ma­nage­ment des Gen­fer Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mens Maus Frè­res gibt in der Re­gel kei­ne In­ter­views. Nach dem Coup mit der Über­nah­me der in­ter­na­tio­na­len Mo­de­mar­ke La­cos­te emp­fängt Je­an-Ber­nard Ron­deau, der als Ge­ne­ral­se­kre­tär die Fä­den zieht, nur die Wirt­schafts­zei­tun­gen «Agé­fi» und «Fi­nanz und Wirt­schaft» zum Ge­spräch über die Stra­te­gie des Un­ter­neh­mens. Herr Ron­deau, mit dem Kauf von La­cos­te ist Ih­nen ein ein­zig­ar­ti­ger Coup ge­lun­gen. Wes­halb woll­te Maus Frè­res die­se Top­Mar­ke al­lein kon­trol­lie­ren? Die Fa­mi­lie La­cos­te war mit 65% Mehr­heits­be­sit­ze­rin der Mar­ke La­cos­te. Uns ge­hör­ten über den Tex­til­spe­zia­lis­ten De­v­an­lay nur 35%. Als Be­sit­zer von De­v­an­lay ha­ben wir – dank ei­ner Li­zenz – La­cos­teK­lei­der her­ge­stellt und ver­trie­ben. Der Mar­ken­na­me ge­hör­te der Fa­mi­lie La­cos­te, aber die Ar­beit und die In­ves­ti­tio­nen mach­ten wir. Das woll­ten wir än­dern. Durch den Kauf kön­nen wir nun die Mar­ke nach ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen wei­ter­ent­wi­ckeln. Was ge­nau wol­len Sie bei La­cos­te än­dern? Wir wol­len das Image und den Li­fe­style die­ser Mar­ke quer durch das gan­ze Sor­ti­ment ver­bes­sern. Das Herz­stück sind Tex­ti­li­en, aber zur Mar­ke ge­hö­ren auch Schu­he, Uh­ren, Par­füms und Bril­len. Ge­ra­de bei den Par­füms ist das Mar­ke­ting sehr ent­schei­dend.

Je­an-Ber­nard Ron­deau ist da­von über­zeugt, dass ein Streit wie bei der Fa­mi­lie La­cos­te bei Maus Frè­res un­denk­bar ist.

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