Ein pre­mie­ren­rei­cher Mo­nat am Pri­mär­markt

LE­AGUE TA­BLE SCHWEIZ IM NO­VEM­BER

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - MAN­FRED KRÖLLER

Wei­ter kräf­tig zu­ge­legt hat das Emis­si­ons­vo­lu­men am Fran­ken­ka­pi­tal­markt im No­vem­ber. Mit knapp 6,8 Mrd. Fr. wur­de deut­lich mehr plat­ziert als im tra­di­tio­nell schwa­chen Quar­tals­mo­nat Ok­to­ber (4,9 Mrd. Fr.) und auch mehr als im No­vem­ber 2011 (6,5 Mrd. Fr.). Das Gros der Neu­plat­zie­run­gen stamm­te aus dem In­land­seg­ment, das im Be­richts­mo­nat mit 4,2 Mrd. Fr. ( Vor­mo­nat: 2,75 Mrd. Fr.) al­ler­dings nicht ganz das Ni­veau vom No­vem­ber 2011 (4,6 Mrd. Fr.) er­reich­te.

In den ers­ten elf Mo­na­ten 2012 stieg das Plat­zie­rungs­vo­lu­men auf 80,7 Mrd. Fr. Das ist deut­lich mehr als in der Ver­gleichs­zeit 2011 (knapp 70 Mrd. Fr.) und ist über­wie­gend dem Wachs­tum im In­land­seg­ment zu dan­ken.

Zum Mo­nats­auf­takt stahl ein sel­te­ner Gast den Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­ten die Schau, die ge­wöhn­lich als Gros­se­mit­ten­ten den Ton an­ge­ben. Der Kan­ton Zürich, mit der drei­fa­chen Ra­ting­best­no­te ge­seg­net, nahm in drei Tran­chen ins­ge­samt 1 Mrd. Fr. auf, die in al­len Lauf­zei­ten (acht bis zwan­zig Jah­re) mit Ren­di­te­ab­schlä­gen zur Swap-Mit­te un­ter­ge­bracht wur­den. Die Pfand­brief­zen­tra­le folg­te um­ge­hend mit drei Tran­chen über 695 Mio. Fr. Nicht nur Zürich, auch an­de­re Kan­to­ne bzw. ih­re «Haus­ban­ken» ka­men im No­vem­ber bil­lig zu Geld, u. a. die Kan­to­ne So­lo­thurn (300 Mio. Fr.) und Bern (100 Mio.) so­wie die Thur­gau­er (200 Mio.) und die Glar­ner Kan­to­nal­bank (70 Mio. Fr.). Die Dät­wy­ler Hol­ding nahm 150 Mio. Fr. über sechs Jah­re auf, der Win­ter­thu­rer Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer Au­to­ne­um fei­er­te Pre­mie­re mit ei­ner fünf­jäh­ri­gen An­lei­he über 125 Mio. Fr. Ge­schich­te schrieb die Eid­ge­nos­sen­schaft, die mit der zwei­ten Auf­sto­ckung ih­rer dreis­sig­jäh­ri­gen An­lei­he um 836 Mio. auf 2,37 Mrd. Fr. ei­ne Durch­schnitts­ren­di­te von nur noch 0,98% er­ziel­te. Den Mo­nats­ab­schluss voll­zo­gen die Pfand­brief­bank (615 Mio. Fr. in zwei Tran­chen) so­wie die Apo­the­ken­ket­te Zur Ro­se mit ih­rem De­büt über 50 Mio. Fr.

Das Aus­land­ge­schäft er­öff­ne­te die aus­tra­li­sche Mac­qua­rie Bank mit zwei Tran­chen über 575 Mio. Fr. Es folg­ten die deut­sche Are­al Bank (100 Mio.) und die

Die wich­tigs­ten Emis­si­ons­häu­ser am Fran­ken­ka­pi­tal­markt süd­afri­ka­ni­sche Af­ri­can Bank (125 Mio. Fr.). Fi­at Fi­nan­ce, ei­ne Emit­ten­tin aus dem Hoch­zins­seg­ment, brach­te 400 Mio. Fr. un­ter. Mit fast 508 Ba­sis­punk­ten (Bp) Ren­di­te­auf­schlag bei ei­nem Cou­pon von 51⁄ 4% für vier Jah­re stiess der Au­to­bond auf re­ges In­ter­es­se. Raiff­ei­sen­lan­des­bank Nie­der­ös­ter­reich be­gnüg­te sich mit 140 Mio. Fr., die nie­der­län­di­sche Fi­nanz­toch­ter des por­tu­gie­si­schen Ver­sor­gers EDP be­kam 125 Mio. Fr. für sechs Jah­re zu 4% und mit ei­nem Spre­ad-Auf­schlag von 362 Bp.

Auf gu­te Nach­fra­ge stiess die Pre­mie­re von Gold­man Sachs. Die sechs­jäh­ri­gen No­tes zu 11⁄ 2% und 110 Bp Ren­di­te­auf­schlag über 250 Mio. Fr. wa­ren in drei St­un­den un­ter­ge­bracht. Als viel be­ach­te­te De­bü­tan­tin aus der Pe­ri­phe­rie der Eu­ro­zo­ne plat­zier­te die spa­ni­sche Te­le­fó­ni­ca Emi­sio­nes 400 Mio. Fr. in zwei Tran­chen zu at­trak­ti­ven Spreads. Der aus­tra­li­sche Ver­sor­ger Aus­net nahm 275 Mio. auf, die Ko­rea De­ve­lop­ment Bank 180 Mio. Fr.

In der Lis­te der füh­ren­den Emis­si­ons­häu­ser hat sich im No­vem­ber auf den vor­de­ren Rän­gen nichts ge­än­dert (vgl. Ta­bel­le). Die Roy­al Bank of Scot­land tauscht mit Bar­clays Ca­pi­tal die Plät­ze und springt von Rang neun auf sie­ben. Raiff­ei­sen Schweiz setzt sich vor J. P. Mor­gan und rückt auf Platz zehn vor.

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