Chi­na er­kennt Be­deu­tung des Gol­des

EDEL­ME­TAL­LE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - PHI­LIP KNUEPPEL,

Chi­nas In­dus­trie­mi­nis­te­ri­um hat die­se Wo­che die Be­deu­tung des Gold­markts im Reich der Mit­te her­vor­ge­ho­ben. Ne­ben dem Auf­bau von Gold­re­ser­ven be­tont Peking die Ei­gen­schaft des Gol­des als ei­ne ei­ge­ne Wäh­rung. Auch wird die Rol­le zur Er­hal­tung von Wohl­stand bei Fi­nanz­kri­sen und zur na­tio­na­len wirt­schaft­li­chen Si­cher­heit dar­ge­stellt. Trei­ber für die stei­gen­de Gold­nach­fra­ge Chi­nas sind der Be­darf nach Schutz vor In­fla­ti­on und Fi­nanz­ri­si­ken, In­ter­es­se an Gold von der Zen­tral­bank und mehr Pri­vat­nach­fra­ge.

2011 wur­den in Chi­na 761 Ton­nen Gold ver­ar­bei­tet. Beim An­ge­bot ste­hen Chi­nas Pro­du­zen­ten vor Her­aus­for­de­run­gen. Die nur ver­streut vor­han­de­nen Vor­kom­men müs­sen im­mer tie­fer ab­ge­baut wer­den – mit min­de­rer Qua­li­tät und ho­hen Kos­ten. Das schränkt die Pro­duk­ti­on ein. Die Gold­nach­fra­ge Chi­nas wird da­her das An­ge­bot in wei­ter über­tref­fen. Das Mi­nis­te­ri­um er­war­tet, dass 2015 Chi­nas Nach­fra­ge 1000 Ton­nen über­schrei­tet, je­doch das in­län­di­sche An­ge­bot nur 450 Ton­nen er­reicht.

Um die Po­si­ti­on der in­län­di­schen Gold­in­dus­trie zu ver­bes­sern, wird über In­ves­ti­tio­nen in Mi­nen, Kon­so­li­die­rung der In­dus­trie, in­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung von Han­dels­platt­for­men nach­ge­dacht.

Chi­na könn­te in der zwei­ten Hälf­te des Jahr­hun­derts zur welt­gröss­ten Volks­wirt­schaft wer­den. Der Ren­min­bi wird den Dol­lar als Leit­wäh­rung her­aus­for­dern. Dann könn­ten auch Chi­nas Gold­re­ser­ven der USA Kon­kur­renz ma­chen.

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