As­se­ku­ranz­trends für 2013

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - TH

Die Wirt­schaft und der Fi­nanz­markt Eu­ro­pas sei­en in fra­gi­ler La­ge, doch für die kom­men­den zwei Jah­re sei­en den­noch Ver­bes­se­run­gen rea­lis­tisch, sag­te der Chef­öko­nom von Swiss Re an der jähr­li­chen Me­di­en­ver­an­stal­tung. «Mit 70% Wahr­schein­lich­keit wer­den sich die Län­der des Eu­ro­raums durch­wurs­teln», meint Kurt Karl, «das Sze­na­rio ei­nes Grie­chen­land-Aus­tritts hat dem­ge­gen­über nur ei­ne 25%-Wahr­schein­lich­keit».

Für die As­se­ku­ranz­un­ter­neh­men pro­gnos­ti­ziert der Volks­wirt für 2013 un­ter­schied­lich prä­gen­de Ein­flüs­se. Im Sach- und Haft­pflicht­ge­schäft wür­den die Ta­ri­fe stei­gen, nicht zu­letzt als Fol­ge der Ver­teue­rung ge­wis­ser Haf­tungs­be­rei­che so­wie der mas­si­ven Schä­den des US-Sturm­tiefs «San­dy». Da der Ver­si­che­rungs­be­darf we­gen der flau­en Kon­junk­tur je­doch ten­den­zi­ell sta­gnie­re, sei für die Scha­den­ver­si­che- rung von ei­nem ins­ge­samt le­dig­lich mo­de­ra­ten Markt­wachs­tum aus­zu­ge­hen.

Für das Vor­sor­ge- und Le­bens­ver­si­che­rungs­ge­schäft ist der Swiss-Re-Öko­nom eben­falls vor­sich­tig ge­stimmt, da die Kun­den­nach­fra­ge kon­junk­tur­be­dingt ge­dämpft blei­be. «Die Pro­fi­ta­bi­li­tät für die Bran­che bes­sert sich erst, wenn an den An­la­ge­märk­ten wie­der hö­he­rer Er­trag mög­lich ist.» Den­noch be­ste­he enor­mes Po­ten­zi­al. Woll­ten die Men­schen welt­weit ih­re Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen um­fäng­lich ge­gen die fi­nan­zi­el­len Fol­gen vor­zei­ti­ger To­des­fäl­le ab­si­chern (Sterb­lich­keits­ri­si­ko), er­rech­ne sich ein Vor­sor­ge­be­darf von 79 Bio. $.

Im­pul­se er­war­tet Kurt Karl aus den Schwel­len­län­dern, selbst wenn sich dort das Wirt­schafts­wachs­tum et­was ab­schwächt: «Zu­dem wird sich das An­bie­ter­feld in ei­ni­gen Län­dern als Fol­ge von Über­nah­men mass­geb­lich ver­än­dern».

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