«Grie­chen­land wird Eu­ro­zo­ne…»

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Was wä­ren not­wen­di­ge Schrit­te mit Blick auf die Ban­ken? Die Ban­ken­uni­on muss schnell ein­ge­führt wer­den: mit ei­ner zen­tra­len Auf­sicht für al­le, ein­heit­li­chen Vor­schrif­ten und ei­nem Mecha­nis­mus, um Ban­ken in den Kon­kurs zu schi­cken. Bank­schul­den müs­sen mit Licht­ge­schwin­dig­keit re­struk­tu­riert wer­den kön­nen: Wer am Mitt­woch­abend Ob­li­ga­tio­när ist, er­wacht am Don­ners­tag­mor­gen als Ak­tio­när. Not­wen­dig ist auch ei­ne Fa­zi­li­tät von 500 Mrd. € im ESM-Ret­tungs­schirm zur Re­ka­pi­ta­li­sie­rung. Ei­ne Ein­la­gen­ver­si­che­rung wä­re ein schö­ner Zu­satz, ist aber nicht nö­tig. Mit der Ban­ken­uni­on scheint es nicht recht vor­wärts­zu­ge­hen. Sie wird von Berlin sa­bo­tiert. Ich be­fürch­te, das Pro­ze­de­re könn­te Jah­re dau­ern, und so viel Zeit hat die Eu­ro­zo­ne nicht. Deutsch­land ist da­ge­gen, um den po­li­ti­schen Sta­tus der Lan­des­ban­ken, Volks­ban­ken und Spar­kas­sen bei­zu­be­hal­ten. Doch das ist ein Spiel mit dem Feu­er. Wes­halb eilt es, ob­wohl die EZB be­reit­steht und da­durch der Po­li­tik Zeit gibt? Die Ban­ken­uni­on ist auch für das kurz­fris­ti­ge Über­le­ben der Eu­ro­zo­ne zen­tral. Die meis­ten Ban­ken – ob aus dem Kern oder der Pe­ri­phe­rie – sind in schlech­ter Ver­fas­sung. Die In­sti­tu­te in den Kern­län­dern gel­ten nur des­halb als si­che­rer, weil da­hin­ter Steu­er­zah­ler mit tie­fe­ren Ta­schen ste­hen. Mit der Ban­ken­uni­on hät­ten al­le Ban­ken den glei­chen Rück­halt, es gä­be kei­nen Grund mehr für Ka­pi­tal­flucht. Bis sie in­stal­liert ist, ist die LTRO-Li­qui­di­tät

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