Bun­des­an­lei­he zu 0,969%

OB­LI­GA­TIO­NEN Eid­ge­nos­sen­schaft als ein­zi­ge Emit­ten­tin – Ver­hal­te­ne, aber «klar po­si­ti­ve» Kon­junk­tur­aus­sich­ten

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - MAN­FRED KRÖLLER

Die Schwei­ze­ri­sche Eid­ge­nos­sen­schaft hat am Mitt­woch ih­re im Ju­ni erst­mals be­ge­be­ne 25-jäh­ri­ge An­lei­he 1¼% Eid­ge­nos­sen­schaft 2012/2037 zum drit­ten Mal auf­ge­stockt, und zwar um 298,95 Mio. auf 1,619 Mrd. Fr. Die Ei­gen­tran­che be­trägt 300 Mio. Fr. Nach An­ga­ben der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­ver­wal­tung wa­ren Ge­bo­te über le­dig­lich 341,45 Mio. Fr. ein­ge­gan­gen. Bei ei­nem Ein­heits­preis von 106,1% er­gab sich ei­ne Ren­di­te von 0,969%% ge­gen­über 1,0031% bei der zwei­ten Auf­sto­ckung im Ok­to­ber.

Stan­dard & Poor’s (S&P) hat die Be­deu­tung der Deut­schen Post­bank in­ner­halb des Kon­zerns der Deut­schen Bank auf­ge­wer­tet. Die Toch­ter wird jetzt nicht mehr nur als stra­te­gisch sehr be­deu­tend, son­dern als Teil des Kern­ge­schäfts an­ge­se­hen. Ent­spre­chend wur­de die Bo­ni­tät von A auf das Ni­veau der Mut­ter, A+, ge­ho­ben. Der Aus­blick bleibt ne­ga­tiv.

Moo­dy’s rüt­telt am Topra­ting Aaa der ka­na­di­schen Pro­vinz und Fran­ken­schuld­ne­rin Bri­tish Co­lum­bia und senkt den Aus­blick von Sta­bil auf Ne­ga­tiv. Das ste­ti­ge Schul­den­wachs­tum der ver­gan­ge­nen Jah­re stel­le mit­tel­fris­tig die Höchst­no­te in Fra­ge. Ge­mes­sen an den Ein­nah­men sei­en die fi­nan­zi­el­len Ver­pflich­tun­gen der Pa­zi­fik­pro­vinz in vier Jah­ren rund 25% ge­stie­gen. We­gen schwä­cheln­der Kon­junk­tur und an­hal­tend tie­fer Prei­se für Erd­gas, ei­ner wich­ti­gen Ein­nah­me­quel­le, sei es un­wahr­schein­lich, dass sich der Trend mit­tel­fris­tig um­keh­ren wer­de. Da­ge­gen hat Moo­dy’s den Aus­blick für Roy­al Bank of Ca­na­da (AA–) von Ne­ga­tiv auf Sta­bil ge­än­dert. Die Bi­lanz­qua­li­tät des In­sti­tuts ha­be sich ver­bes­sert.

Die Pro­du­zen­ten- und Im­port­prei­se in der Schweiz sind im No­vem­ber ge­gen­über dem Vor­jahr um 1,2% ge­stie­gen (Er­zeu­ger­prei­se +1,5%, Im­port­prei­se +0,7%). Ge­gen­über dem Vor­mo­nat blie­ben sie ins­ge­samt sta­bil (In­land­pro­duk­te +0,1%, Im­port­prei­se –0,4%). Wie das Bun­des­amt für Sta­tis­tik wei­ter mit­teilt, hat der In­dex­stand im No­vem­ber 98,5 Punk­te er­reicht (Ba­sis De­zem­ber 2010 = 100). Im Mo­nats­ver­gleich ver­teu­er­ten sich vor al­lem che­mi­sche und phar­ma­zeu­ti­sche Pro­duk­te, wäh­rend Mi­ne­ral­öl­pro­duk­te bil­li­ger ver­kauft wur­den als im Ok­to­ber. Der Preis­rück­gang der Im­port­pro­duk­te wird denn auch haupt­säch­lich auf sin­ken­de Prei­se für Mi­ne­ral­öl­pro­duk­te und Phar­ma­pro­duk­te zu­rück­ge­führt.

In der Schweiz bremst die Kon­junk­tur 2012, und die Ar­beits­lo­sig­keit nimmt leicht zu. Nach An­sicht des Staats­se­kre­ta­ri­ats für Wirt­schaft (Se­co) bleibt heu­er das Wachs­tum des Brut­to­in­land­pro­dukts (BIP) mit pro­gnos­ti­zier­ten 1% je­doch klar po­si­tiv (vgl. Sei­te 22). Kurz­fris­tig sei­en die Kon­junk­tur­aus­sich­ten zwar durch­zo­gen, An­zei­chen ei­ner merk­li­chen Ver­schlech­te­rung ge­be es aber nicht. Die Se­co-Ex­per­ten be­stä­ti­gen ih­re Er­war­tung ei­nes BIP-Zu­wach­ses von 1,3% im kom­men­den Jahr, der sich 2014 auf 2% fes­ti­gen dürf­te.

Die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank (SNB) hält ih­re In­fla­ti­ons­pro­gno­se tief. Für 2012 wer­de die In­fla­ti­ons­ra­te –0,7% be­tra­gen. Für 2013 rech­net die SNB noch mit ei­nem Mi­nus von 0,1% und erst für 2014 mit ei­nem Wie­der­an­stieg auf 0,4%. Fa­zit: Auf ab­seh­ba­re Zeit be­ste­he kei­ne In­fla­ti­ons­ge­fahr.

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