Pu­er­to Ri­co ge­gen Schaff­hau­sen bei John­son & John­son

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Ma­de in Swit­z­er­land ist das mit Ab­stand um­satz­stärks­te Me­di­ka­ment des US-Ge­sund­heits­rie­sen John­son & John­son ( J&J). Das Ar­thri­tis­mit­tel Re­mi­ca­de, das in den ers­ten neun Mo­na­ten J&J ei­nen Um­satz von 4,6 Mrd. $ ein­brach­te und in der Rang­lis­te der welt­weit meist­ver­kauf­ten Phar­ma­pro­duk­te Platz vier be­legt, wird gröss­ten­teils durch die Schaff­hau­ser Toch­ter­ge­sell­schaft Ci­lag her­ge­stellt. Doch währt die Bei­na­he­kon­zen­tra­ti­on auf die Schweiz nicht mehr lan­ge: Ab 2015 soll Re­mi­ca­de auch in Pu­er­to Ri­co ge­fer­tigt wer­den.

Wie Ci­lag-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lei­ter Tho­mas Mo­ser ge­gen­über «Fi­nanz und Wirt­schaft» aus­führ­te, hat der Auf­bau der Pro­duk­ti­ons­stät­te am be­ste­hen­den Stand­ort der J&J-Phar­ma­toch­ter Jans­sen in Gur­abo be­gon­nen. Weil Re­mi­ca­de zur neue­ren Me­di­ka­men­ten­ka­te­go­rie der Bio­phar­ma­zeu­ti­ka zählt, sind die Vor­be­rei­tun­gen auf­wän­dig und müs­sen zahl­rei­che Zer­ti­fi­zie­rungs- und Va­li­die­rungs­schrit­te durch­lau­fen. Wie vie­le der rund 1100 Ci­lag-Be­schäf­tig­ten in Schaff­hau­sen in die Pro­duk­ti­on von Re­mi­ca­de in­vol­viert sind, woll­te Mo­ser nicht kom­men­tie­ren. Nach sei­ner Darstel­lung ge­hen aber kei­ne Ar­beits­plät­ze ver­lo­ren. J&J ha­be ei­ne rei­che Pi­pe­line von in­ji­zier­ba­ren Me­di­ka­men­ten, auf de­ren Her­stel­lung Ci­lag spe­zia­li­siert sei. «Wir soll­ten die frei wer­den­de Ka­pa­zi­tät fül­len kön­nen», sag­te Mo­ser.

Der Spre­cher be­grün­de­te die Teil­ver­la­ge­rung nach Pu­er­to Ri­co mit Ri­si­ko­über­le­gun­gen: J&J wol­le nicht von ei­nem ein­zi­gen Stand­ort ab­hän­gig sein. Wie Mo­ser er­gänz­te, steht die Mass­nah­me nicht im Zu­sam­men­hang mit dem An­fang 2012 an­ge­kün­dig­ten Ab­bau von 120 Stel­len bei Ci­lag we­gen der un­ge­nü­gen­den Aus­las­tung der Pro­duk­ti­on phar­ma­zeu­ti­scher Wirk­stof­fe.

Wie lan­ge Re­mi­ca­de noch ein Um­satz­ren­ner für J&J und für den US-Part­ner Merck ist, der das Me­di­ka­ment in Eu­ro­pa ver­mark­tet, steht auf ei­nem an­de­ren Blatt ge­schrie­ben. Das Pro­dukt ver­liert 2014 den Pa­tent­schutz und ist im Vi­sier meh­re­rer Bio­si­mi­lar-Pro­du­zen­ten wie Cell­tri­on aus Süd­ko­rea. Was das Schwei­zer Ge­schäft von J&J be­trifft, ist die In­te­gra­ti­on des Or­tho­pä­die­spe­zia­lis­ten Syn­thes der­zeit die deut­lich gröss­te Bau­stel­le (vgl. Sei­te 9).

Kun­den war­ten beim Ver­kaufs­start des iPad Mi­ni im App­le-La­den in Hong­kong. Der Tech­nik­kon­zern führt bei Ta­blet-Com­pu­tern.

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