BKW ver­tagt Müh­le­berg-ent­scheid auf En­de 2013

SCHWEIZ

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ/ENERGIE - CC

Der Ver­sor­ger BKW woll­te ur­sprüng­lich al­le Grund­la­gen für ei­nen Ent­scheid des Ver­wal­tungs­rats über die Zu­kunft des Atom­kraft­werks Müh­le­berg bis Mit­te 2013 auf dem Tisch ha­ben. Nun er­war­tet das Un­ter­neh­men erst En­de des kom­men­den Jah­res ei­ne Ent­schei­dung, ob sich ein Nach­rüs­ten des vier­zig Jah­re al­ten Atom­kraft­werks lohnt. Hin­ter­grund ist, dass die er­war­te­ten Kos­ten 170 Mio. Fr. wohl über­schrei­ten. Zu der Hö­he der mög­li­chen Dif­fe­renz mach­te BKW kei­ne An­ga­ben.

Zum Schluss, dass die Nach­rüs­tung teu­rer wird, kam das Un­ter­neh­men, nach­dem ers­te Of­fer­ten ein­ge­holt wur­den. BKW will nun un­ter Bei­zug ex­ter­ner Ex­per­ten und der Si­cher­heits­be­hör­den den nö­ti­gen Um­fang ab­klä­ren. Aus­ser­dem sol­len die of­fe­rier­ten Prei­se un­ter die Lu­pe ge­nom­men wer­den, «auf­grund des feh- len­den Wett­be­werbs un­ter den An­bie­tern», teil­te BKW mit. Bran­chen­ver­te­ter sind Are­va, GE Hit­a­chi, die To­shi­ba-Toch­ter Wes­ting­hou­se oder Bab­cock & Wil­cox.

Auch aus ei­nem zwei­ten Grund braucht BKW nach ei­ge­ner Ein­schät­zung mehr Zeit. Erst nach dem aus­ste­hen­den Ent­scheid des Bun­des­ge­richts über die be­fris­te­te Be­triebs­be­wil­li­gung von Müh­le­berg ist be­kannt, in wel­chen Zei­t­raum die

BKW N Nach­rüs­tung er­fol­gen müss­te und wel­che Be­hör­de für die Beur­tei­lung zu­stän­dig ist. Un­ge­mach droht auch an­ders­wo. Im Kan­ton Bern kommt ei­ne Initia­ti­ve, das Kraft­werk so­fort aus­ser Be­trieb zu neh­men, mit ei­nem Ge­gen­vor­schlag vor­aus­sicht­lich An­fang 2013 in die Ver­nehm­las­sung.

Hö­he­re Nach­rüst­kos­ten ver­teu­ern die Strom­pro­duk­ti­on von Müh­le­berg. Je grös­ser die­ser Ef­fekt ist, des­to we­ni­ger ren­tiert der Wei­ter­be­trieb. Ei­ne Schlies­sung hät­te un­ter an­de­rem Rück­stel­lun­gen und Ab­schrei­bun­gen in je drei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he zur Fol­ge. BKW-Ak­ti­en ha­ben viel Un­si­cher­heit ein­ge­preist, En­ga­ge­ments emp­feh­len sich der­zeit aber nicht.

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