Ree­de­rei­en auf An­nä­he­rungs­kurs

DEUTSCH­LAND

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Un­ter den gros­sen deut­schen Con­tai­ner-Ree­de­rei­en ste­hen die Zei­chen auf Fu­si­on. Ha­pag-Lloyd, an der Lo­gis­tik­un­ter­neh­mer Klaus-Micha­el Küh­ne 37% hält, und die zur Oet­ker-Grup­pe ge­hö­ren­de Ham­burg Süd prü­fen, ob ein Zu­sam­men­schluss sinn­voll ist.

Die An­kün­di­gung kam nur ei­nen Tag vor der Bi­lanz­pres­se­kon­fe­renz von TUI, ei­nem wich­ti­gen Ge­sell­schaf­ter von Ha­pag-Lloyd mit 22% An­teil, der seit Jah­ren sei­nen Aus­stieg vor­an­treibt. Die Mehr­heit hat­te TUI 2009 an ein Kon­sor­ti­um um die Stadt Ham­burg und Klaus-Micha­el Küh­ne ver­kauft, zu dem auch die Ver­si­che­rer Han­se-Mer­kur und Si­gnal Idu­na zäh­len. Im Früh­jahr war nicht zum ers­ten Mal die Op­ti­on Bör­sen­gang auf­ge­bracht wor­den. Kon­kre­te Plä­ne be­stan­den aber nicht, wie Küh­ne da­mals zu «Fi­nanz und Wirt­schaft» ver­lau­ten liess. Im Som­mer warb er dann für ein Zu­sam­men­ge­hen mit Ham­burg Süd. So kön­ne die Ree­de­rei zur Spit­zen­grup­pe um die dä­ni­sche Ma­ersk und die in Genf be­hei­ma­te­te MSC auf­schlies­sen, sag­te er der «Wirt­schafts­wo­che».

Durch ei­nen Zu­sam­men­schluss ent­stün­de die viert­gröss­te Ree­de­rei der Welt mit mehr als 250 Con­tai­ner­schif­fen. Der ad­dier­te Um­satz bei­der Ree­de­rei­en be­trug 2011 über 10 Mrd. €. TUI will mit ei­nem mög­li­chen Ver­kaufs­er­lös ge­mäss frü­he­ren An­ga­ben Schul­den re­du­zie­ren und das Rei­se­ge­schäft aus­bau­en. Die TUI-Ak­ti­en ge­wan­nen am Di­ens­tag gut 1%.

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