Gen­en­tech forscht an Wirk­stof­fen, die Che­mo­the­ra­pi­en bald er­set­zen

Finanz und Wirtschaft - - BIOTECH-G -

Ro­che si­cher­te sich 2009 mit der voll­stän­di­gen Über­nah­me von Gen­en­tech den Zu­gang zu An­ti­kör­per­prä­pa­ra­ten. Die welt­weit er­folg­reichs­ten Krebs­me­di­ka­men­te Ava­s­tin, Her­cep­tin und Ri­tu­x­an, mit de­nen Ro­che 2011 zu­sam­men mehr als 16 Mrd. Fr. er­wirt­schaf­te­te, ent­stam­men die­ser Wirk­stoff­klas­se und wur­den von Gen­en­tech ent­wi­ckelt. In der frü­hen Pi­pe­line des Bio­tech-Un­ter­neh­mens aus San Fran­cis­co (kli­ni­sche Pha­sen I und II) fin­den sich ge­gen­wär­tig dreis­sig Wirk­stof­fe (neue Mo­le­kü­le) in den Be­rei­chen On­ko­lo­gie, Neu­ro­lo­gie, In­fek­ti­ons­krank­hei­ten, Me­ta­bo­lis­mus und Im­mu­no­lo­gie.

Vor al­lem die Im­mu­no­lo­gie gilt als Schlüs­sel­dis­zi­plin, mit der die US-For­scher neue We­ge in der Krebs­be­hand­lung fin­den wol­len, wie Ira Mell­man, Vi­ze-Prä­si­dent für Krebs­for­schung bei Gen­en­tech, im Ge­spräch mit FuW in San Fran­cis­co er­läu­ter­te. Das Ziel ist, das mensch­li­che Im­mun­sys­tem so weit zu sti­mu­lie­ren, dass es ei­gen­stän­dig bös­ar­ti­ge Krebs­zel­len be­kämp­fen kann. Bis da­hin sei es zwar noch ein wei­ter Weg. Doch Mell­man gibt sich op­ti­mis­tisch, da im­mer mehr Er­kennt­nis­se über das Im­mun­sys­tem und die Ve­rän­de­run­gen in den Krebs­zel­len vor­lä­gen. So kön­nen si­che­re­re Me­di­ka­men­te ent­wi­ckelt wer­den, die das Im­mun­sys­tem nicht schä­di­gen und ins­ge­samt we­ni­ger Ne­ben­wir­kun­gen auf­wei­sen. Ein ers­tes Re­sul­tat der Zu­sam­men­ar­beit von On­ko­lo­gie und Im­mu­no­lo­gie ist T-DM1, ein An­ti­kör­per-Wirk­stoff-Kon­ju­gat (ADC). Die­se neue Tech­no­lo­gie ver­bin­det An­ti­kör­per (bei T-DM1 ist es Her­cep­tin) mit ei­ner hoch­wirk­sa­men Sub­tanz (in die­sem Fall Che­mo­the­ra­peu­ti­kum) und führt sie am Im­mun­sys­tem vor­bei di­rekt an die kran­ken Zel­len.

An T-DM1 forsch­te Gen­en­tech rund zehn Jah­re. Die ge­sam­ten Ent­wick­lungs­kos­ten in­klu­si­ve kli­ni­scher Stu­di­en dürf­ten sich auf über 1,5

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