Ja­pans Ak­ti­en stei­gen

ÜBER­SICHT Yen schwä­chelt – Ent­span­nung im Streit um die Fis­cal Cliff

Finanz und Wirtschaft - - AUTOMOBIL - ANDRE­AS STO­CKER

Zu Be­ginn der Wo­che sind die Ak­ti­en­märk­te durch die Hoff­nung auf ei­ne Lö­sung des US-Haus­halt­streits ge­stützt wor­den (vgl. Sei­te 23). Auch Aus­sa­gen des Chefs der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB), Ma­rio Draghi, sorg­ten für gu­te Stim­mung. Er er­war­te für die zwei­te Jah­res­hälf­te 2013 ei­ne schritt­wei­se Kon­junk­tur­er­ho­lung in der Eu­ro­zo­ne.

Der Swiss Mar­ket In­dex SMI stieg wäh­rend der ers­ten bei­den Han­dels­ta­ge der Wo­che 0,1%. Der Eu­ro Sto­xx 50 und der S&P 500 stie­gen 0,5 und 2%. Ja­pans Leit­in­dex Nik­kei 225 avan­cier­te seit Wo­chen­be­ginn 1,9%. no­tier­te 0,76%. Das ent­sprich ei­nem Plus von 3 Ba­sis­punk­ten (Bp) ge­gen­über Frei­tag.

Der­weil sind in der Eu­ro­zo­ne die Ex­por­te im Ok­to­ber zum zwei­ten Mal in Fol­ge zu­rück­ge­gan­gen. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat san­ken die Aus­fuh­ren 1,4%, wie das Sta­tis­tik­amt Eu­ro­s­tat am Mon­tag mit­teil­te. Im Sep­tem­ber war ein Rück­gang von 1,3% re­gis­triert wor­den. Bei den Im­por­ten der sieb­zehn Eu­ro­län­der er­gab sich im ver­gan­ge­nen Mo­nat ein Plus von 0,6%.

UK-In­fla­ti­on nimmt zu

Der ja­pa­ni­sche Ak­ti­en­markt wur­de vom Aus­gang der Par­la­ments­wah­len am Sonn­tag be­flü­gelt. Die kon­ser­va­ti­ve li­be­ral­de­mo­kra­ti­sche Par­tei (LDP) wird mit 294 der 480 Man­da­ten rech­nen kön­nen. Der künf­ti­ge Mi­nis­ter­prä­si­dent Shin­zo Abe will künf­tig ei­nen här­te­ren Kurs in der Aus­sen- und Wirt­schafts­po­li­tik fah­ren. Die De­mo­kra­ti­sche Par­tei (DPJ) wur­de ab­ge­straft und wird nur noch 57 Sit­ze er­hal­ten, das ist rund ein Fünf­tel ih­rer bis­he­ri­gen Man­da­te. Der Yen fiel ge­gen­über dem Dol­lar auf den tiefs­ten Stand seit April 2011 auf 84.02 Yen/$. Die Ren­di­te zehn­jäh­ri­ger ja­pa­ni­scher Staats­an­lei­hen

Nik­kei und Yen Die Han­dels­bi­lanz schloss im No­vem­ber mit ei­nem ge­rin­ge­ren sai­so­nal ad­jus­tier­ten Über­schuss von 7,9 Mrd. € ver­gli­chen mit ei­nem Sal­do von 11 Mrd. € im Ok­to­ber.

Im No­vem­ber sind die bri­ti­schen Kon­su­men­ten­prei­se auf Jah­res­sicht um 2,7% ge­stie­gen, teil­te das sta­tis­ti­sche Amt am Di­ens­tag mit. Der FTSE 100 avan­cier­te wäh­rend der ers­ten zwei Han­dels­ta­ge der Wo­che 0,2%. Zehn­jäh­ri­ge Staats­an­lei­hen Gross­bri­tan­ni­ens ren­tier­ten 1,94%, was ei­nem Plus von 8 Bp im Ver­gleich zur Vor­wo­che ent­spricht.

Am Di­ens­tag er­höh­te die Ra­ting­agen­tur Stan­dard & Poor’s (S&P) Grie­chen­lands Bo­ni­täts­no­te auf B–, von SD (Selec­tive De­fault, teil­wei­ser Aus­fall) nach dem An­lei­hen­rück­kauf­pro­gramm.

In der Schweiz hat die Kon­junk­tur­for­schungs­stel­le Kof der ETH Zürich die Schät­zung für das Wachs­tum des rea­len Brut­to­in­land­pro­dukts (BIP) 2013 leicht ge­senkt. Für das kom­men­de Jahr wird neu ein Wachs­tum von 1,2% pro­gnos­ti­ziert, nach 1% im lau­fen­den Jahr. Ne­ben der Bin­nen­kon­junk­tur wer­de in den kom­men­den Mo­na­ten auch der Aus­sen­han­del wie­der ei­nen Wachs­tums­bei­trag lie­fern. Die Pro­gno­se für 2014 be­stä­tig­te die Kof mit ei­nem Plus von 2%. Ge­mäss den Pro­gnos­ti­kern ist we­der In­fla­ti­ons- noch De­fla­ti­ons­ge­fahr ab­seh­bar. Zehn­jäh­ri­ge «Eid­ge­nos­sen» ren­tier­ten am Di­ens­tag im Ver­gleich zum Frei­tag kaum ver­än­dert 0,48%.

Der­weil lo­cker­te die schwe­di­sche No­ten­bank Riks­bank am Di­ens­tag den Leit­zins um ei­nen vier­tel Pro­zent­punkt auf 1%. In­di­ens Zen­tral­bank be­liess an­ge­sichts der an­hal­ten­den In­fla­ti­on den Leit­zins den fünf­ten Mo­nat in Fol­ge un­ver­än­dert auf 8%.

New York lahmt

Das ver­ar­bei­ten­de Ge­wer­be im USBun­des­staat New York ver­zeich­net im De­zem­ber im fünf­ten Mo­nat in Fol­ge ei­nen Rück­gang. Wie die Fe­deral Re­ser­ve Bank von New York in ih­rem neus­ten Re­port (Ma­nu­fac­tu­ring In­dex) be­rich­tet, gin­gen die Neu­be­stel­lun­gen zu­rück. Zu­dem kom­men vom Ar­beits­markt an­hal­ten­de Schwä­che­zei­chen. Der auch als Em­pi­re Sta­te be­kann­te In­dex ist ei­ner der frühs­ten In­di­ka­to­ren zum ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be in den USA. Der In­dex der Ge­schäfts­be­din­gun­gen (Ge­ne­ral Bu­si­ness Con­di­ti­ons) fiel auf –8,1, von –5,2 im Vor­mo­nat.

Der Han­del an den Roh­wa­ren­bör­sen ver­lief zu Wo­chen­be­ginn ru­hig. Gold ver­lor 1,1% und no­tier­te am Di­ens­tag 1676 $ die Un­ze. Brent-Roh­öl stieg 0,2% auf 108.80 $ pro Fass. Öl der Sor­te WTI avan­cier­te 1,7% auf 88.04 $.

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