Ein schwie­ri­ges Jahr…

WANDELANLEIHEN

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - AND­RE RIE­SEN,

2012 stand wie­der­um im Zei­chen der eu­ro­päi­schen Schul­den­kri­se. Ein­mal mehr wur­den die Ka­pi­tal­märk­te durch die No­ten­ban­ken mit reich­lich Li­qui­di­tät ver­sorgt. Da­mit lag der Fo­kus der An­le­ger vor al­lem auch bei den Un­ter­neh­mens­an­lei­hen, da ge­ra­de die­se di­rekt von den mo­ne­tä­ren Lo­cke­rungs­ak­tio­nen der No­ten­ban­ken­ak­tio­nen pro­fi­tier­ten.

Da die Ri­si­ko­bud­gets vie­ler in­sti­tu­tio­nel­ler In­ves­to­ren nach wie vor an­ge­spannt sind, führ­te dies zu deut­li­chen Über­ge­wich­tun­gen von Ob­li­ga­tio­nen­an­la­gen. Auf­fäl­lig war, dass vor al­lem nach der Draghi-Re­de an­fangs Au­gust die An­la­ge­qua­li­tät der ent­spre­chen­den Pa­pie­re bei In­ves­to­ren, wel­che im der­zei­ti­gen Nied­rig­zins­ni­veau gros­se Schwie­rig­kei­ten ha­ben, die tech­nisch be­nö­tig­te Ren­di­te zu er­rei­chen, im­mer mehr in den Hin­ter­grund rück­te.

Auch bei den Wandelanleihen stell­te sich ei­ne ähn­li­che Ent­wick­lung ein, al­ler­dings in deut­lich ge­rin­ge­rem Um­fang. Die Re­sul­ta­te der Seg­men­te An­la­ge­qua­li­tät (In­vest­ment Gra­de, IG) und NonIn­vest­ment-Gra­de ka­men sich nä­her. Der Grund, dass die­ses Jahr rei­ne IG-Wan­del­an­lei­hen­port­fo­li­os im Ver­gleich zu Port­fo­li­os mit ei­nem hö­he­ren Non-In­vest­ment­Gra­de-An­teil gut Schritt hal­ten konn­ten, ist in der na­tur­ge­ge­be­nen Asym­me­trie der Wand­ler zu su­chen, wel­che aber le­dig­lich im IG-Seg­ment deut­lich zum Aus­druck kam. Der weit­aus ge­rin­ge­re Ein­fluss des Kre­dit­spreads bei IGWan­del­an­lei­hen konn­te so­mit zu ei­nem gu­ten Teil über die hö­he­re Asym­me­trie wie­der aus­ge­gli­chen wer­den.

Mit Blick ins nächs­te Jahr bleibt die Fra­ge so­mit of­fen, ob die ein­gangs er­wähn­ten No­ten­ban­ken­ak­tio­nen wei­ter­hin Wir­kung zei­ti­gen wer­den und so­mit aus Sicht der Ob­li­ga­tio­nen­an­le­ger die Luft noch ge­nü­gend Sau­er­stoff auf­weist, um wei­te­re Kurs­ge­win­ne auf­grund der Ent­wick­lung der Zin­sen resp. der Kre­dit-Spreads zu er­zie­len.

Durch die Bei­mi­schung ei­nes auf Asym­me­trie fo­kus­sier­ten IGWan­del­an­lei­hen­port­fo­li­os kön­nen Ob­li­ga­tio­nen­an­le­ger die Di­ver­si­fi­zie­rung ver­bes­sern, so­dass sich die Er­trags­er­war­tung im Ge­samt­port­fo­lio durch ein all­fäl­li­ges Nach­las­sen der po­si­ti­ven Kurs­ent­wick­lung bei rei­nen Zins­pa­pie­ren nicht all­zu sehr schmä­lert.

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