Wachs­tums­angst schwächt Gold

EDEL­ME­TAL­LE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - PHI­LIP KNUEPPEL

Ge­gen Jah­res­en­de geht die Nach­rich­ten­flut stets et­was zu­rück, und die Markt­teil­neh­mer be­rei­ten sich in­zwi­schen be­reits auf das kom­men­de Jahr vor. Fol­ge­rich­tig herrscht auf dem Gold­markt mo­men­tan Flau­te, der Gold­preis be­wegt sich am un­te­ren En­de ei­ner Span­ne von 1690 bis 1750 $.

Die An­kün­di­gung wei­te­rer quan­ti­ta­ti­ver Lo­cke­rung durch die ame­ri­ka­ni­sche No­ten­bank Fed ist in­zwi­schen fast un­ge­hört ver­hallt. Dass die­ser Schritt er­war­tet wor­den und da­mit mög­li­cher­wei­se schon gröss­ten­teils ein­ge­preist war, ist aber viel­leicht nur der klei­ne­re Teil der Er­klä­rung. Viel ge­wich­ti­ger sind die weit­läu­fi­gen Be­fürch­tun­gen hin­sicht­lich ei­ner aus­blei­ben­den Lö­sung der Fis­cal Cliff in den USA im kom­men­den Jahr, die eher wach­sen als ab­neh­men. Das deu­tet dar­auf hin, dass der Markt an­fan­gen könn­te, sich in Rich­tung ei­nes Sze­na­ri­os mit ge­rin­gem Wachs­tum zu be­we­gen, das sich als Kon­se­quenz aus der Ein­füh­rung hö­he­rer Steu­ern und dem Weg­fal­len von Staats­aus­ga­ben er­ge­ben könn­te. Ei­ne Steu­er­er­hö­hung wür­de zu­dem das Wachs­tum des Geld­an­ge­bots be­schnei­den, das im­pli­zit in der An­kün­di­gung des Fed steckt.

Ent­schei­dend für den Gold­preis im nächs­ten Jahr wer­den vor al­lem die po­li­ti­schen Mass­nah­men und ei­ne mög­li­che fünf­te Run­de quan­ti­ta­ti­ver Lo­cke­rung sein. Wir er­war­ten je­doch, dass sich die Angst vor zu ge­rin­gem Wachs­tum 2013 fort­setzt und da­mit zu­nächst auch die ak­tu­el­le Schwä­che­pha­se des Gold­mark­tes.

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