Wachs­tum Ma­de in USA und Chi­na

Die bei­den Lo­ko­mo­ti­ven der Welt­wirt­schaft schlep­pen sich vor­an – Im­mo­bi­li­en­sek­tor als Stüt­ze

Finanz und Wirtschaft - - LICK - PR

Zwei Hor­ror­sze­na­ri­en sind 2012 nicht ein­ge­trof­fen: Die USA sind nicht in ei­ne Re­zes­si­on ge­fal­len, wie es et­wa das Eco­no­mic Cy­cle Re­se­arch In­sti­tu­te vor­aus­ge­sagt hat­te, und Chi­na ist nicht hart ge­lan­det, wie pha­sen­wei­se zu be­fürch­ten war. Statt­des­sen ist das Brut­to­in­land­pro­dukt (BIP) der USA 2012 laut Schätz­kon­sens 2,2% ge­wach­sen, und in Chi­na zeich­net sich ei­ne Sta­bi­li­sie­rung der Kon­junk­tur ab, so­dass mit ei­nem jähr­li­chen Wirt­schafts­wachs­tum von knapp 8% ge­rech­net wer­den kann.

Für 2013 stün­den die Zei­chen wei­ter auf Wachs­tum, wenn da nicht die Ge­fahr der Fis­kal­k­lip­pe in den USA wä­re. Schei­tern die Bud­get­ver­hand­lun­gen, wer­den ab An­fang Jahr au­to­ma­tisch Steu­ern er­höht und Staats­aus­ga­ben ge­senkt. Zu­sam­men er­gä­be sich ein Nach­fra­ge­rück­gang von über 600 Mrd. $, was 5% der US-Wirt­schafts­leis­tung ent­spricht. Aus Vor­sicht ha­ben zahl­rei­che Un­ter­neh­men die In­ves­ti­tio­nen zu­rück­ge- fah­ren. Auch hat sich die Kon­su­men­ten­stim­mung ein­ge­trübt. Fin­det Washington aber ei­ne Lö­sung, ist für 2013 mit ei­ner wei­te­ren Ex­pan­si­on des BIP um 2% zu rech­nen.

Ei­ne wich­ti­ge Stüt­ze ist da­bei der Im­mo­bi­li­en­markt, der von der lo­cke­ren Geld­po­li­tik pro­fi­tiert. Ge­mes­sen an Prei­sen, Ver­kaufs­vo­lu­men und Stim­mungs­um­fra­gen hat sich die Er­ho­lung am US-Im­mo­bi­li­en­markt in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten be­schleu­nigt. Wäh­rend sich zu­dem der Di­enst­leis­tungs­sek­tor als Wachs­tums­mo­tor ent­puppt, kommt die US-In­dus­trie we­gen der Schwie­rig­kei­ten im Ex­port seit dem Som­mer nicht aus der Sta­gna­ti­on her­aus.

Im­pul­se könn­ten aber bald wie­der aus Chi­na kom­men, wo Ein­kaufs­ma­na­gerum­fra­gen (PMI) auf ei­ne Er­ho­lung hin­wei­sen. Auch in Chi­na ge­winnt der Im­mo­bi­li­en­markt wie­der an Dy­na­mik. Die Zahl der Städ­te, in de­nen die Prei­se ge­stie­gen sind, hat im No­vem­ber klar zu­ge­nom­men.

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