Vie­le Koh­le­kraft­wer­ke still­le­gungs­reif

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/TRANSPORT - MG

Wäh­rend Jahr­zehn­ten hat Koh­le die USA an­ge­trie­ben und be­leuch­tet. Koh­le, ge­för­dert quer durchs Land, wird in Hun­der­ten von Kraft­wer­ken ver­brannt, um Strom zu pro­du­zie­ren. Im Jahr 2011 stamm­ten 42% der in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten pro­du­zier­ten Elek­tri­zi­tät aus Koh­le­kraft­wer­ken.

In­zwi­schen ha­ben mehr als drei Vier­tel der US-Koh­le­kraft­wer­ke das En­de ih­res dreis­sig­jäh­ri­gen Le­bens er­reicht. Die meis­ten sind in­ef­fi­zi­ent und ver­fü­gen nicht über mo­der­ne Ein­rich­tun­gen zur Re­duk­ti­on von Ab­gas­emis­sio­nen. Bis En­de Mai 2012 sind des­halb 288 Koh­le­kraft­wer­ke aus­ser Be­trieb ge­nom­men oder da­für vor­ge­se­hen wor­den. Die­se Still­le­gun­gen be­tref­fen fast 4% des Strom­ver­brauchs der USA.

Die Uni­on of Con­cer­ned Sci­en­tists (UCS; un­ab­hän­gi­ge Ver­ei­ni­gung be­sorg­ter USWis­sen­schaft­ler) hat nun er­rech­net, dass es sich für wei­te­re 153 bis 353 Koh­le­kraft­wer­ke (aus ei­nem na­tio­na­len To­tal von 1169) nicht mehr lohnt, nach­ge­rüs­tet zu wer­den. Denn sie wür­den selbst dann noch teu­rer Strom pro­du­zie­ren als neue Kraft­wer­ke, die das sau­be­re­re Gas ver­bren­nen. Die­ses ist dank neu­er Bohr- und För­der­tech­ni­ken in den USA in­zwi­schen sehr reich­lich vor­han­den und des­halb äus­serst güns­tig zu ha­ben. Wür­den auch die­se Koh­le­kraft­werks­ein­hei­ten still­ge­legt, fie­len noch­mals 2 bis 6% der na­tio­na­len Strom­er­zeu­gung weg. Das soll je­doch kein Pro­blem sein, weil bis ins Jahr 2014 in den USA ein Elek­tri­zi­täts­über­schuss er­war­tet wird. Mit al­len Still­le­gun­gen zu­sam­men könn­ten 10 bis 16% des Koh­len­di­oxid­aus­stos­ses des ge­sam­ten US-Strom­sek­tors im Jahr 2010 ver­hin­dert wer­den.

Die UCS hat auch be­rech­net, wel­che Strom­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men am meis­ten von den Still­le­gun­gen be­trof­fen wä­ren. Die Top fünf um­fas­sen (der Rei­he nach) Sou­thern Com­pa­ny, Ten­nes­see Val­ley Aut­ho­ri­ty, Du­ke Ener­gy, Ame­ri­can Electric Po­wer und First Ener­gy.

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