Ver­lus­te zum Jah­res­schluss

EU­RO­PA Der Us-bud­get­streit be­las­tet wei­ter – Au­to­ti­tel schwin­gen 2012 oben­aus

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glie­der ka­men im Jah­res­ver­gleich aber vor­an: Die Ak­ti­en spa­ni­scher und ita­lie­ni­scher Ban­ken wie Santan­der (5.97 €, –2,3%), BBVA (6.92 €, –1,5%) und Uni­Credit (3.71 €, –0,3%) sta­gnier­ten oder ga­ben Ter­rain preis. Jah­res­a­van­cen von über 30% ver­zeich­ne­ten da­ge­gen bri­ti­sche und fran­zö­si­sche Bank­va­lo­ren wie Bar­clays (261,75 p, –0,8%), HSBC (651,3 p, –0,1%) und BNP Pa­ri­bas (42.33 €, –3%). Ver­si­cherer­ti­tel wie Al­li­anz (104.55 €, –0,8%) no­tier­ten 2012 eben­falls deut­lich hö­her.

Zu den gröss­ten Jah­res­ge­win­nern ge­hör­ten auch Au­to­ti­tel – mit Aus­nah­me von Peu­geot (5.44 €, –2%), die im Jah­res­ver­gleich fast die Hälf­te ih­res Werts ein­ge­büsst ha­ben. Por­sche ( Vz, 61.70 €, +7,2%) avan­cier­ten am Frei­tag, weil ein New Yor­ker Ge­richt ei­ne Scha­den­er­satz­kla­ge meh­re­rer Hedge Fonds im Zu­sam­men­hang mit der 2008 ge­schei­ter­ten Über­nah­me von Volks­wa­gen ( Vz, 172.15 €, +0,7%) ab­ge­wie­sen hat. BMW (72.93 €, +0,3%) hat nach Aus­sa­ge von CFO Fried­rich Eichiner 2012 wie an­ge-

Sto­xx50 Top und Flop strebt den Ab­satz­re­kord aus dem Vor­jahr über­trof­fen.

Rep­sol (15.48 €, –6,1%) lit­ten un­ter den Plä­nen des spa­ni­schen In­dus­trie­mi­nis­ters Jo­sé Ma­nu­el So­ria, den Wett­be­werb auf dem Ben­zin­markt zu in­ten­si­vie­ren und die Prei­se zu sen­ken. Ener­gie- und Roh­stoff­ak­ti­en wie BP (427,8 p, –1%) und Ang­lo Ame­ri­can (1904 p, +1,1%) hink­ten 2012 der Ent­wick­lung des Ge­samt­mark­tes hin­ter­her. Auch Ver­sor­ger­ti­tel wie GDF Su­ez (15.41 €, –0,2%) büss­ten im Jah­res­ver­gleich er­neut an Ter­rain ein. Iber­dro­la (4.14 €, –2%) hat für 146 Mio. € den 20%-An­teil an der Gas­pipe­line Med­gaz ver­äus­sert. Der spa­ni­sche Ver­sor­ger will bis 2014 Ak­ti­va im Um­fang von 2 Mrd. € ver­kau­fen, um Schul­den ab­zu­bau­en. Im Jahr 2012 be­lau­fen sich die De­ves­ti­tio­nen auf 500 Mio. €.

Mit ei­nem Jah­res­mi­nus von 10,9% schwächs­ter Sek­tor­index ist aber der Sto­xx Tele­com: Meh­re­re Ver­tre­ter – dar­un­ter Te­le­fó­ni­ca (10.17 €, –0,8%) – ha­ben im Lauf des Jah­res die Di­vi­den­de ge­kürzt oder gar ge­stri­chen. So er­staunt es nicht, dass Vi­ven­di (16.97 €, –0,2%) am Don­ners­tag vom 5,5 Mrd. € schwe­ren An­ge­bot für den 53%-An­teil an Ma­roc Tele­com pro­fi­tier­ten.

Der fran­zö­si­sche Bau­kon­zern Vin­ci (35.70 €, –0,9%) hat für die por­tu­gie­si­sche Flug­ha­fen­be­trei­be­rin ANA mit 3,1 Mrd. € die höchs­te Of­fer­te ab­ge­ge­ben. Er hat sich im Bie­ter­streit un­ter an­de­rem ge­gen Fra­port (43.94 €, +1%, vgl. Sei­te 13) durch­ge­setzt.

Für die asia­ti­schen Bör­sen war 2012 ein er­freu­li­ches Jahr. Da­für gibt es zahl­rei­che Grün­de: Asi­en ist mit gros­sem Ab­stand die Re­gi­on mit dem stärks­ten Wirt­schafts­wachs­tum und den höchs­ten De­vi­sen­re­ser­ven welt­weit. Zwi­schen Ural und Pa­zi­fik voll­zie­hen sich un­um­kehr­ba­re Ent­wick­lun­gen, die ent­schei­dend zum Wachs­tum bei­tra­gen.

Das sind vor al­lem die dy­na­mi­sche de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung und die Ur­ba­ni­sie­rung. Letz­te­re trägt zur Schaf­fung ei­ner neu­en, rie­si­gen Mit­tel­schicht bei. Bis zum Jahr 2020 wer­den rund 1 Mrd. Men­schen in Chi­na und In­di­en der Mit­tel­schicht an­ge­hö­ren – die­se Grup­pe wird den glo­ba­len Kon­sum ent­schei­dend prä­gen.

Da­zu kommt der Aus­sen­han­del. Die Län­der sind be­reits heu­te eng mit­ein­an­der ver­floch­ten. Mit wach­sen­den Ex­por­ten nimmt die Ab­hän­gig­keit von Part­nern aus­ser­halb Asi­ens kon­ti­nu­ier­lich ab.

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