Us-tre­a­su­ry bremst Emis­sio­nen

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - AN

An Sil­ves­ter stösst die US-Staats­ver­schul­dung an ih­re ge­setz­li­che Höchst­gren­ze von 16,4 Bio. $. Um das zu ver­mei­den, hat die Re­gie­rung Mass­nah­men ein­ge­lei­tet. Un­ter an­de­rem stell­te das US-Schatz­amt am Frei­tag vor­erst den Ver­kauf neu­er Wert­schrif­ten im Rah­men der bun­des­staat­li­chen und lo­ka­len Emis­si­ons­pro­gram­me ein. Ins­ge­samt sol­len rund 200 Mrd. $ «ein­ge­spart» wer­den, was der Re­gie­rung nach Aus­sa­gen von US-Fi­nanz­mi­nis­ter Ti­mo­thy Geith­ner in nor­ma­len Zei­ten zwei zu­sätz­li­che Mo­na­te ver­schaf­fen wür­de, in de­nen die USA un­ter der Schul­den­gren­ze blei­ben. We­gen der dro­hen­den Kor­rek­tur­mass­nah­men der Fis­cal Cliff be­ste­he der­zeit die­ser Spiel­raum aber nicht.

Ita­li­ens Schul­den­ver­wal­tung be­gab hin­ge­gen am Frei­tag neue Staats­an­lei­hen und konn­te sich über ein an­stän­di­ges Auk­ti­ons­er­geb­nis freu­en. Zehn­jäh­ri­ge Buo­ni del Te­soro über 3 Mrd. € wur­den zu 4,48% am Markt ver­zinst, in et­wa gleich viel wie vor ei­nem Mo­nat bei der letz­ten Emis­si­on (4,45%). Die Ren­di­te der fünf­jäh­ri­gen Pa­pie­re, von de­nen die Re­gie­rung 2,87 Mrd. € ver­kauf­te, lag mit 3,26% eben­falls nur drei Ba­sis­punk­te über dem Er­geb­nis der vor­an­ge­gan­ge­nen Emis­si­on von En­de No­vem­ber. Re­gie­rungs­chef Ma­rio Mon­ti will bei den Wah­len am 24./25. Fe­bru­ar an der Spit­ze ei­ner zen­tris­ti­schen Par­tei­en­ko­ali­ti­on an­tre­ten. Er hat gu­te Chan­cen, was Kon­ti­nui­tät in der Haus­halts­sa­nie­rung er­war­ten lässt und die In­ves­to­ren be­ru­higt. Der am Frei­tag ver­öf­fent­lich­te Eu­ro­co­in-In­di­ka­tor blieb im De­zem­ber un­ver­än­dert im Mi­nus und si­gna­li­siert, dass die Wirt­schafts­leis­tung der Eu­ro­zo­ne im vier­ten Quar­tal ge­gen­über dem drit­ten schrumpf­te.

In Ja­pan treibt die Re­gie­rung ih­re Plä­ne vor­an, ei­nen Fonds zum Kauf aus­län­di­scher Wert­schrif­ten zu er­rich­ten. Der frisch ge­wähl­te Pre­mier­mi­nis­ter hat­te die­se Va­ri­an­te zur Schwä­chung des Yen be­reits im Wahl­kampf an­ge­kün­digt. Bra­si­li­en hat in­des sei­ne Emis­si­ons­plä­ne auf das nächs­te Jahr ver­scho­ben. Das Markt­um­feld sei zu un­si­cher, zi­tiert die Nach­rich­ten­agen­tur Dow Jo­nes Fi­nanz­mi­nis­ter Ar­no Au­gus­tin am Frei­tag. Die im Sep­tem­ber be­ge­be­ne zehn­jäh­ri­ge Dol­lar­an­lei­he wur­de zu re­kord­tie­fen 2,69% ver­zinst.

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