Der Ak­ti­en­kurs nimmt viel vor­weg

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Nach dem Rück­schlag im Ge­fol­ge der Fi­nanz­kri­se von 2008/09 konn­te der Her­stel­ler von Spe­zi­al­ka­beln und elek­tri­scher Ver­bin­dungs­tech­nik 2010 noch­mals ho­he Zu­wachs­ra­ten und ei­ne zwei­stel­li­ge Be­triebs­mar­ge er­wirt­schaf­ten. Er­mög­licht hat das der So­lar­boom, der 2011 aber jäh ab­brach. Fast gleich­zei­tig kam auch das Ge­schäft mit Kom­po­nen­ten für Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge in Chi­na un­ter Druck, nach­dem dort ein tem­po­rä­rer In­ves­ti­ti­ons­stopp ver­hängt wor­den war. Fa­tal für die Er­trags­ent­wick­lung war, dass das So­lar­ge­schäft lu­kra­tiv war, wes­halb nach des­sen De­zi­mie­rung der Be­triebs­ge­winn 2011 und 2012 ge­ra­de­zu ein­brach (vgl. Ta­bel­le).

Doch dann ka­men die in­ne­ren Stär­ken des un­ter CEO Urs Kauf­mann und VRPrä­si­dent Da­vid W. Syz äus­serst so­lid und mit lang­fris­ti­ger Sicht ge­führ­ten Un­ter­neh­mens zum Tra­gen: In den USA star­te­te

Hu­ber+Suh­ner N der In­ves­ti­ti­ons­zy­klus zur In­stal­lie­rung des neu­en Mo­bil­funk­über­tra­gungs­stan­dards LTE – und Hu­ber+Suh­ner war voll mit da­bei. Mög­lich war der Ein­tritt in den US-Tele­com­markt nur dank jah­re­lan­ger ge­ziel­ter Vor­ar­bei­ten. Hu­ber+Suh­ner ent­wi­ckel­te Ver­bin­dungs­kom­po­nen­ten für An­ten­nen­mas­ten, die spe­zi­fisch auf die Markt­ge­ge­ben­hei­ten in den USA ab­ge­stimmt sind und den Mo­bil­funk­an­bie­tern Kos­ten­vor­tei­le bie­ten. Ent­spre­chend konn­te Hu­ber+Suh­ner al­lein im ers­ten Halb­jahr 2012 Auf­trä­ge von über 100 Mio. $ her­ein­ho­len.

Das hat sich auf den Be­triebs­ge­winn aus­ge­wirkt: Wäh­rend im ers­ten Halb­jahr grup­pen­weit nur knapp 9 Mio. Fr. ver­dient wur­den, wa­ren es im zwei­ten Se­mes­ter schon gut 22 Mio. Fr. (vor Son­der­ab­schrei­bun­gen). 2013 will Hu­ber+Suh­ner wie­der ei­ne Be­triebs­ge­winn­mar­ge in­ner­halb der mit­tel­fris­ti­gen Ziel­bands von 6 bis 9% er­rei-

Ak­ti­en­sta­tis­tik chen. Dank LTE-Boom und an­zie­hen­dem Chinage­schäft ist das gut mög­lich.

Wenn für 2013 von ei­nem Um­satz­zu­wachs von 5% (oh­ne Ak­qui­si­tio­nen) und ei­ner Be­triebs­mar­ge von 7,5% aus­ge­gan­gen wird, lässt sich dar­aus ein Ge­winn pro Ak­tie von gut 2 Fr. er­rech­nen. Da­mit sind Hu­ber+Suh­ner mit mehr als dem Zwan­zig­fa­chen des ge­schätz­ten Ge­winns be­wer­tet. Das ist ein stol­zer Wert. Al­ler­dings ver­fügt das Un­ter­neh­men über zum Teil kon­kur­renz­lo­se Pro­duk­te und viel tech­no­lo­gi­sches Know-how, so­dass im­mer wie­der neue Markt­chan­cen ge­packt wer­den kön­nen. Das macht die Va­lo­ren reiz­voll, doch soll­ten für Käu­fe nied­ri­ge­re Kur­se ab­ge­war­tet wer­den. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Hu­ber+ Suh­ner im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/HUBN

Un­ter­neh­mens­zah­len

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