«Tun, was die Uh­ren­in­dus­trie er­reicht hat»

Finanz und Wirtschaft - - ASSET MANAGEMENT - INTERVIEW: HAN­SPE­TER FREY

Herr Witt­mann, aus Dy­na­part­ners und 1741 As­set Ma­nage­ment ent­steht un­ter dem Dach von No­ten­stein The Ca­pi­tal Ma­nage­ment Group, TCMG, mit Ih­nen als CEO. Zu wel­chem Zweck? Wir wol­len ein nach­hal­tig wett­be­werbs­fä­hi­ges und in­ter­na­tio­nal re­le­van­tes As­set-Ma­nage­ment-Un­ter­neh­men mit Heim­ba­sis Schweiz auf­bau­en. TCMG ver­folgt ei­ne Mul­ti-Bou­tique-Stra­te­gie und po­si­tio­niert As­set-Ma­na­ger un­ter ei­nem ge­mein­sa­men Dach. Ziel ist es, uns durch Kun­den­nä­he, Leis­tung und Re­pu­ta­ti­on aus­zu­zeich­nen. Mul­ti-Bou­tique-Stra­te­gie klingt ge­heim­nis­voll. Der Kun­de soll von der Ka­pi­tal­markt­spe­zia­li­sie­rung und der un­ter­neh­me­ri­schen Fle­xi­bi­li­tät der ein­zel­nen Bou­tique pro­fi­tie­ren, aber gleich­zei­tig un­ter dem Dach ei­nes lang­fris­tig sta­bi­len und sub­stanz­star­ken Mehr­heits­ak­tio­närs, der No­ten­stein-Mut­ter Raiff­ei­sen, si­cher auf­ge­ho­ben sein. Wa­ren Roland Ber­ger und Raiff­ei­sen, die 30% an Dy­na­part­ners hal­ten, die An­trei­ber oder Sie? Bei­de den­ken und han­deln un­ter­neh­me­risch, und bei­de brau­chen kei­nen An­trei­ber. Die Schweiz will im in­sti­tu­tio­nel­len Ge­schäft Ter­rain zu­rück­ge­win­nen. Ist TCMG ein Weg­be­rei­ter oder schwimmt sie mit der Mas­se? Kei­nes von bei­dem. As­set Ma­nage­ment ist ein glo­ba­les Ge­schäft, und die Schweiz bie­tet at­trak­ti­ve Rah­men­be­din­gun­gen. Wir se­hen den Struk­tur­wan­del als gros­se Chan­ce, und die­se pa­cken wir täg­lich an. «Ak­ti­en, Ak­ti­en, Ak­ti­en», ti­tel­ten Sie kurz vor der Kurs­kor­rek­tur von vor­letz­ter Wo­che Ih­ren Markt­kom­men­tar. Blei­ben Sie da­bei? Ja, und nicht nur für 2013, son­dern auch für 2014. Die Schlüs­sel­fak­to­ren sind viel und bil­li­ges Ka­pi­tal, stei­gen­des Wirt­schafts­wachs­tum und Un­ter­neh­mens­ge­win­ne, at­trak­ti­ve Be­wer­tun­gen und nicht zu­letzt noch im­mer mehr­heit­lich de­fen­siv po­si­tio­nier­te In­ves­to­ren. Hand aufs Herz: Wie stark be­fol­gen Sie selbst Ih­re Rat­schlä­ge? Ich bin wie un­se­re Kun­den in Ak­ti­en in­ves­tiert. Was macht Sie in Ih­rem bis­he­ri­gen Be­rufs­le­ben be­son­ders stolz? Auf das Ver­trau­en un­se­rer Kun­den und Mit­ar­bei­ter zäh­len zu dür­fen. Und was är­gert Sie noch heu­te? Nicht schon frü­her Un­ter­neh­mer ge­wor­den zu sein. Wel­ches The­ma wird 2020 am Schwei­zer Fi­nanz­platz do­mi­nie­ren? Ich glau­be fest dar­an, dass der Fi­nanz­platz das schaf­fen kann, was die Uh­ren­in­dus­trie er­reicht hat. Vor­läu­fig al­ler­dings schau­en noch im­mer zu vie­le Ak­teu­re am Fi­nanz­platz in den Rück­spie­gel.

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