Zur Per­son

Finanz und Wirtschaft - - GESUNDHEIT - DF

Der 56-jäh­ri­ge Mi­chel Or­sin­ger hat schon in acht Län­dern ge­lebt und spricht ne­ben Deutsch auch Englisch, Fran­zö­sisch und Spa­nisch flies­send. Das kommt in ei­nem mul­ti­na­tio­na­len Kon­zern wie John­son & John­son (J&J) gut an. Or­sin­ger fun­giert seit dem Voll­zug der Über­nah­me von Syn­thes durch J&J Mit­te Ju­ni letz­ten Jah­res als Glo­bal Chair­man von DePuy Syn­thes. Da­mit ist der vor­he­ri­ge Syn­thes-CEO auch für die Ak­ti­vi­tä­ten der mit Syn­thes ver­schmol­ze­nen ehe­ma­li­gen J&J-Or­tho­pä­diet­och­ter DePuy ver­ant­wort­lich. Ins­ge­samt sind ihm 18 000 Mit­ar­bei­ter un­ter­stellt, die im ver­gan­ge­nen Jahr ei­nen Pro-for­ma-Um­satz von 9,5 Mrd. $ er­wirt­schaf­te­ten. Mit der Ge­sund­heits­bran­che kam Or­sin­ger früh in Be­rüh­rung. Sein Va­ter war einst Phar­ma­chef bei Ci­ba-Gei­gy. Mi­chel Or­sin­ger hat­te das OTC-Ge­schäft von No­var­tis ge­lei­tet, ehe er 2004 zu Syn­thes wech­sel­te. Wer ist am Preis­druck schuld, die Ein­kaufs­ma­na­ger, die in im­mer mehr Spi­tä­lern das Zep­ter über­neh­men? Es ist ei­ne Tat­sa­che, dass un­se­re tra­di­tio­nel­len An­sprech­part­ner, die Ärz­te und die Pa­ti­en­ten, an Ein­fluss ver­lo­ren ha­ben und ver­mehrt Leu­te im Ma­nage­ment der Spi­tä­ler Ein­kaufs­ent­schei­de fäl­len. Für mich per­sön­lich be­deu­tet das, dass ich mit Spi­tal­chefs in Kon­takt zu tre­ten ver­su­che – Leu­te, die ich frü­her nicht ge­kannt ha­be.

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