Doch kein Exit

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - PR

Nur 49 statt den er­war­te­ten 51! Der Ein­kaufs­ma­na­ger­index (ISM) der US-In­dus­trie ist im Mai auf den nied­rigs­ten Stand seit 2009 ge­sun­ken. In nor­ma­len Zei­ten hät­te ein Ein­bruch des viel be­ach­te­ten Früh­in­di­ka­tors die Bör­sen auf Tal­fahrt ge­schickt. Doch die Zei­ten sind nicht nor­mal, der S&P 500 zog nach Be­kannt­ga­be an und schloss schliess­lich 0,6% im Plus.

Die gros­se Sor­ge der Markt­teil­neh­mer ist der­zeit nicht die Kon­junk­tur­schwä­che, son­dern ein früh­zei­ti­ges En­de oder ei­ne Re­duk­ti­on der An­lei­hen­käu­fe durch die USNo­ten­bank Fed. Mit die­ser quan­ti­ta­ti­ven Lo­cke­rungs­po­li­tik (Quan­ti­ta­ti­ve Ea­sing, QE) wird ver­sucht, die lang­fris­ti­gen Ka­pi­tal­kos­ten nied­rig zu hal­ten und die In­ves­ti­tio­nen an­zu­kur­beln. Da­her re­agie­ren die Märk­te auf gu­te News von der Wirt­schafts­front eher ner­vös und sie neh­men schlech­te Kon­junk­tur­da­ten ge­las­sen. Denn das er­höht die Wahr­schein­lich­keit, dass das QE noch lan­ge fort­ge­führt wird.

Ge­spannt wird des­halb der am Frei­tag an­ste­hen­de mo­nat­li­che Ar­beits­markt­be­richt er­war­tet. Laut Schätz­kon­sens soll die Zahl der Be­schäf­tig­ten aus­ser­halb des Agrar­sek­tors um 165 000 zu­ge­nom­men ha­ben und die Ar­beits­lo­sig­keit un­ver­än­dert 7,5% be­tra­gen. Die Fed macht ih­re Po­li­tik vom Ar­beits­markt ab­hän­gig. Sen­det die­ser bes­se­re Si­gna­le, wä­re ei­ne Bör­sen­kor­rek­tur kei­ne Über­ra­schung.

In­dus­trie-Ein­kaufs­ma­na­ger­indi­zes

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