Bil­li­ges Geld für Ba­sel­land

OB­LI­GA­TIO­NEN Der Kan­ton plat­ziert Dop­peltran­che – Ban­co Santan­der (Bra­sil) und Me­tro­po­li­tan Li­fe

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - MAN­FRED KRÖLLER

Mit zwei lang­lau­fen­den An­lei­hen, die auch noch zu Ren­di­te­ab­schlä­gen un­ter­ge­bracht wur­den, hat sich der Kan­ton Basel-Land­schaft am Mon­tag Ka­pi­tal be­sorgt. Un­ter der Fe­der­füh­rung von UBS In­vest­ment Bank (IB), Cre­dit Suis­se (CS), Ba­sel­land­schaft­li­cher Kan­to­nal­bank und Bas­ler Kan­to­nal­bank ka­men 11⁄ Kan­ton Basel-Land­schaft 2013/2028 über 150 Mio. Fr. und 13⁄ Kan­ton Basel-Land­schaft 2013/2043 über 100 Mio. Fr. Der Ren­di­te­ab­schlag zur Swap-Mit­te bei dem 15-jäh­ri­gen Bond be­trug 11 Ba­sis­punk­te (Bp), bei der 30-jäh­ri­gen Lauf­zeit wa­ren es im­mer­hin noch 5 Bp. Glei­chen­tags be­glei­te­te CS 11⁄ Ban­co Santan­der (Bra­sil) 2013/2015 über 125 Mio. Fr. Für die zwei­jäh­ri­gen No­tes gab es ei­nen deut­li­chen Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 100 Bp. Erst­mals seit Aus­bruch der Fi­nanz­kri­se nahm am Di­ens­tag Me­tro­po­li­tan Li­fe den Fran­ken­markt wie­der in An­spruch. CS und UBS IB be­glei­te­ten 11⁄ Me­tro­p­li­tan Li­fe Glo­bal Fun­ding 2013/2020 über 150 Mio. Fr. Die sie­ben­jäh­ri­gen No­tes wur­den 35 Bp über Swap ge­preist. Die US-Ver­si­che­rung hat­te zu­letzt im Ju­ni 2006 ei­ne An­lei­he über 200 Mio. Fr. plat­ziert, die im Ju­ni 2016 fäl­lig wird.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) der Eid­ge­nos­sen­schaft (Se­rie 3.8021) wur­den am Di­ens­tag 756,9 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Ein­ge­gan­gen wa­ren nach Mit­tei­lung der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank Ge­bo­te über 3,365 Mrd. Fr. Die Ren­di­te sank auf –0,127% nach –0,123% in der Vor­wo­che. Seit Au­gust 2011 ist die GMBF-Ren­di­te im Mi­nus­be­reich, den sie nur auf der Zu­tei­lung am 24. Ja­nu­ar (0%) vor­über­ge­hend ver­las­sen hat­te.

Nach­dem Stan­dard and Poor’s (S&P) En­de Mai die Bo­ni­tät der Com­merz­bank um ei­ne Stu­fe auf A– zu­rück­nahm, folgt nun auch die An­pas­sung der Hy­po­the­ken­toch­ter: Ers­te Eu­ro­päi­sche Pfand­brief- und Kom­mu­nal­kre­dit­bank, de­ren bis­he­ri­ges AA– auf der Über­wa­chungs­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen stand, wur­de auf A+ mit ne­ga­ti­vem Aus­blick zu­rück­ge­stuft. Der ne­ga­ti­ve Aus­blick er­klä­re sich mit den eben­falls ne­ga­ti­ven Aus­sich­ten der Com­merz­bank, die sich noch in ei­ner her­aus­for­dern­den Re­struk­tu­rie­rung be­fin­de.

Auch dem Fi­nanz­kon­zern Roy­al Bank of Scot­land (RBS) hat S&P ei­nen ne­ga­ti­ven Ra­ting­trend ver­passt, und die Aus­bli­cke für die bei­den ope­ra­ti­ven Ge­sell­schaf­ten RBS plc und RPS NV (bei­de un­ver­än­dert A) so­wie für die Kon­zern­hol­ding RBS Group (A–) von sta­bil auf ne­ga­tiv kor­ri­giert. Die Neu­ein­schät­zung ba­sie­re auf zu­neh­men­den re­gu­la­to­ri­schen Vor­schrif­ten und an­hal­ten­dem Ren­ta­bi­li­täts­druck im bri­ti­schen Fi­nanz­sek­tor.

Die Glo­ba­le Er­ho­lung ver­zö­gert sich, stel­len die Kon­junk­tur­for­scher von Bak Basel fest und rech­nen im lau­fen­den Jahr wei­ter­hin mit ei­ner Zu­nah­me des Brut­to­in­land­pro­dukts (BIP) von 1,4%. Zwar sei die hei­mi­sche Wirt­schaft im ers­ten Quar­tal über­ra­schend kräf­tig ge­wach­sen. Je­doch dürf­ten auf­grund der ver­zö­ger­ten glo­ba­len Er­ho­lung die Ex­por­te bis 2014 lang­sa­mer wach­sen als an­ge­nom­men. Dies dämp­fe die Un­ter­neh­mens­in­ves­ti­tio­nen. Bak Basel schätzt für 2014 den Schwei­zer BIP-Zu­wachs nur noch auf 1,5%, ge­gen­über 1,9% im März.

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