Zur Per­son

Finanz und Wirtschaft - - ENERGIE - CC

Der CEO von CKW hat Wur­zeln in der Schweiz und Grossbritannien und be­sitzt bei­de Staats­bür­ger­schaf­ten. Seit 2004 ist And­rew Wa­lo (49) Chef des Zen­tral­schwei­zer Ver­sor­gers und Mit­glied der Kon­zern­lei­tung von Ax­po. Zu­vor lei­te­te er die Ge­schäf­te der SN Ener­gie und der Kraft­wer­ke Zer­v­rei­la, war Di­vi­si­ons­lei­ter im in­ter­na­tio­na­len Gas- und Kom­bik­raft­werk­ge­schäft von Al­st­om so­wie Ge­ne­ral Ma­na­ger im in­ter­na­tio­na­len Ga­sund Kom­bik­raft­werk­ge­schäft von ABB. In den Neun­zi­ger­jah­ren ar­bei­te­te And­rew Wa­lo als For­schungs­as­sis­tent und wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter an der Uni­ver­si­tät Zü­rich. Er wohnt in Zü­rich, ist ver­hei­ra­tet und Va­ter drei­er Kin­der. Den­noch pla­nen Sie ei­nen Gross­teil von neu­en An­la­gen im Aus­land? Die Schweiz ist nicht der idea­le Stand­ort für die Strom­pro­duk­ti­on aus Son­nen- und Wind­ener­gie. In Eu­ro­pa gibt es bes­se­re Mög­lich­kei­ten. Aus­ser­dem ist das Aus­bau­po­ten­zi­al im In­land be­grenzt, et­wa Gross­was­ser­kraft ist fast aus­ge­schöpft. vom Bund an­ge­nom­men. Die Ein­füh­rungs­kos­ten wur­den da­ge­gen stark un­ter­schätzt. Die de­zen­tra­le Strom­spei­che­rung wird ein zen­tra­ler Schlüs­sel für den Er­folg ei­ner neu­en Ener­gie­stra­te­gie sein. Be­reits heu­te gilt es ab­zu­wä­gen, ab wann wir Net­ze ver­stär­ken müs­sen oder wo sich ein de­zen­tra­ler Spei­cher lohnt. Mit dem So­lar­for­schungs­pro­jekt Schweiss­matt woll­ten wir die Fol­gen der Ein­spei­sung sto­chas­ti­scher So­lar­ener­gie auf Mit­tel­span­nungs­ebe­ne un­ter­su­chen, das ist nun we­gen der Ab­leh­nung durch kan­to­na­le Be­hör­den nicht mög­lich. Das be­trübt mich nach wie vor. Wie stark be­hin­dern Ein­spra­chen durch An­woh­ner oder Ver­bän­de Ih­re Pro­jek­te? Das The­ma be­geg­net uns häu­fig. Die Ge­sell­schaft ist für die För­de­rung er­neu­er­ba­rer Ener­gi­en, dann kom­men aber In­ter­es­sen wie bei­spiels­wei­se der Land­schafts­schutz ins Spiel. Der Ei­gen­ver­sor­gungs­an­teil im Kan­ton Lu­zern be­trägt 2%. Wenn wir das Ziel ha­ben, die­sen An­teil zu er­hö­hen und den An­teil von 70% Kern­ener­gie zu er­set­zen, dann ist es nö­tig, Pro­jek­te vor der ei­ge­nen Haus­tü­re zu rea­li­sie­ren. Wie lässt sich das Pro­blem der un­re­gel­mäs­si­gen So­lar- und Wind­ener­gie lö­sen? Es ist da­von aus­zu­ge­hen, dass der eu­ro­päi­sche Strom­bin­nen­markt mit­tel­fris­tig Rea­li­tät wird. Es spricht sehr viel da­für, Fra­gen der Sys­tem­sta­bi­li­tät ge­samt­eu­ro­pä­isch zu lö­sen und nicht na­tio­nal. Die Schweiz braucht die An­bin­dung an den eu­ro­päi­schen Strom­bin­nen­markt und ein

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