Lem über­zeugt mit so­li­den Zah­len

SCHWEIZ Zweit­bes­tes Er­geb­nis der Ge­schich­te – Star­kes Au­to­mo­bil­ge­schäft – Hö­he­re Di­vi­den­de

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - PE­TER MORF

Kos­ten­ef­fi­zi­enz

In ei­nem schwie­ri­gen, vo­la­ti­len kon­junk­tu­rel­len Um­feld sind Pro­gno­sen je­weils be­son­ders hei­kel und sind mit ent­spre­chen­der Vor­sicht zu ge­nies­sen. Der Her­stel­ler von Elek­tro­nik­kom­po­nen­ten für die Mes­sung und die Steue­rung elek­tri­scher Pa­ra­me­ter je­doch hat ei­nen Voll­tref­fer ge­lan­det: Die Er­geb­nis­se für das Ge­schäfts­jahr 2012/13 (per En­de März) de­cken sich mit den im Fe­bru­ar ge­mach­ten Pro­gno­sen.

Der Um­satz konn­te an­nä­hernd kon­stant auf 235 Mio. Fr. (–0,6%) ge­hal­ten wer­den, der Ebit wuchs 19% auf 41 Mio. Fr. und der Ge­winn 14,5% auf 32,6 Mio. Fr. Das ist ins­ge­samt das zweit­bes­te Re­sul­tat in der Ge­schich­te des Un­ter­neh­mens, noch bes­ser war nur das Ge­schäfts­jahr 2010/11. Die­se Leis­tung ist um­so hö­her ein­zu­schät­zen, als spe­zi­ell das In­dus­trie­seg­ment, das mit ei­nem Um­satz­an­teil von 85% klar do­mi­niert, un­ter der schwa­chen Kon­junk­tur in Eu­ro­pa litt. Zu­dem sind die In­ves­ti­tio­nen in For­schung und Ent­wick­lung – zen­tra­ler Er­folgs­fak­tor von Lem – um fast 10% auf 14,7 Mio. Fr. ge­stei­gert wor­den. Die­se Fak­to­ren konn­ten mit ei­nem Re­kord­er­geb­nis im Au­to­mo­bil­be­reich kom­pen­siert wer­den. Po­si­tiv auf die Mar­gen aus­ge­wirkt ha­ben sich zu­dem die An­stren­gun­gen zur Stei­ge­rung der Kos­ten­ef­fi­zi­enz und die fle­xi­ble­re Steue­rung der Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten. Die ope­ra­ti­ve Mar­ge wuchs auf 17,5% und lag ge­nau in der Mit­te des Zielbe­reichs von 15 bis 20%. Die Um­satz­ren­di­te er­reich­te trotz hö­he­rer Steu­er­quo­te 13,9%.

Das Un­ter­neh­men seht auf ei­ner star­ken fi­nan­zi­el­len Bi­lanz: Die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te er­reich­te 62,4%. Zu­dem ver­fügt Lem über ei­ne Net­to­li­qui­di­tät von 27,6 Mio. Fr. Das er­laubt es, die gross­zü­gi­ge Di­vi­den­den­po­li­tik fort­zu­set­zen. Be­an­tragt wird ei­ne Er­hö­hung der Aus­schüt­tung von 25 auf 30 Fr. je Ak­tie, ent­spre­chend ei­ner Aus­schüt­tungs­quo­te von 105%. VR-Prä­si­dent Fe­lix Bag­das­ar­janz will da­mit ein Zei­chen set­zen: Lem wird auch künf­tig ge­sun­de Über­schüs­se er­ar­bei­ten.

Ge­dämpft op­ti­mis­tisch

Der Aus­blick auf das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr fällt ge­dämpft op­ti­mis­tisch aus. Wäh­rend in Eu­ro­pa nach wie vor mit ei­ner zu- rück­hal­ten­den Ent­wick­lung ge­rech­net wird, soll­te das Ge­schäft in Asi­en und Nord­ame­ri­ka bes­ser lau­fen. «Fi­nanz und Wirt­schaft» er­ach­tet ei­ne Ge­winn­stei­ge­rung um rund 11% auf 32 Fr. je Ak­tie als mög­lich, ent­spre­chend ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 19. Für den Ak­tio­när sind die gross­zü­gi­ge Di­vi­den­den­po­li­tik so­wie die in­tak­ten Aus­sich­ten von In­ter­es­se. Ne­ga­tiv ins Ge­wicht fällt der ge­rin­ge Free Float, knapp drei Vier­tel der Ak­ti­en be­fin­den sich in fes­ten Hän­den.

An der Spit­ze des Ver­wal­tungs­rats gibt es auf die Ge­ne­ral­ver­samm­lung vom 27. Ju­ni ei­ne Ve­rän­de­rung: Bag­das­ar­janz, der seit 2004 als VR-Prä­si­dent am­tiert, tritt al­ters­hal­ber von sei­nem Amt zu­rück. Er wird er­setzt durch Andre­as Hür­li­mann, der seit 2011 im VR von Lem sitzt. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Lem im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: fuw.ch/

Lem N

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