Ak­ti­en­ner­vo­si­tät lässt Roh­stof­fe kalt

ROH­STOF­FE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - CHRISTOPH BURK­HAL­TER

Die Ak­ti­en­bör­sen ver­lie­ren an Schwung. Un­si­cher­heit über die Zu­kunft des QE-Pro­gramms der USA und die Kor­rek­tur des über­hitz­ten Nik­kei 225 sor­gen für ei­ne ge­dämpf­te Stim­mung. Den Roh­stoff­prei­sen hat die­se Ent­wick­lung we­nig ge­scha­det. Im Ge­gen­teil: Ei­ni­ge schei­nen nach der Ver­nach­läs­si­gung stei­gen zu wol­len.

Bei den In­dus­trie­me­tal­len sorgt ein un­er­war­tet lan­ger Aus­fall der Pro­duk­ti­on der zweit­gröss­ten Kup­fer­mi­ne der Welt, der Gras­berg­mi­ne in In­do­ne­si­en, für Auf­merk­sam­keit. Die Re­gie­rung will den Grund ei­nes Stol­len­ein­bruchs im Mai klä­ren und rech­net mit ei­nem Ab­schluss der Un­ter­su­chun­gen in ca. drei Mo­na­ten. Der US-Wei­zen ist ei­gent­lich durch Im­port­stopps – be­son­ders von Ja­pan – be­las­tet, nach­dem dort bei der Sor­te Wes­tern Whi­te ver­bo­te­nes, gen­tech­nisch ver­än­der­tes Korn fest­ge­stellt wor­den ist. In­fol­ge be­a­ris­her Spe­ku­la­tio­nen der letz­ten Mo­na­te er­weist sich der Ge­trei­de­preis al­ler­dings als er­staun­lich sta­bil. Recht gut prä­sen­tiert sich zu­dem das Erd­öl, da die Opec die För­der­quo­te bei 30 Mio. Fass pro Tag be­lässt und der US-La­ger­be­stand sinkt.

In­ter­es­sant ist, wann sich An­le­ger nach dem Ak­ti­en­rausch und ei­ner «An­ti-Gold-Kam­pa­gne» wie­der Edel­me­tal­len zu­wen­den. Die Schwellenländer wol­len die Gold­re­ser­ven aus­bau­en und ha­ben die Kor­rek­tur ge­nutzt. Gold wird lang­fris­tig sei­ne Rol­le als An­la­ge und Re­fe­renz bei schwie­ri­gen Wäh­rungs­si­tua­tio­nen be­hal­ten und ist ca. 15% bil­li­ger als im Ja­nu­ar.

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