Schwei­zer Dop­pel­bür­ger be­trof­fen?

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In den pu­bli­zier­ten Un­ter­la­gen zu den Fäl­len UBS und We­ge­lin gibt es kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass auch in der Schweiz wohn­haf­te US-Bür­ger und US-Dop­pel­bür­ger für die Bus­sen­be­mes­sung her­an­ge­zo­gen wur­den. Das Glei­che gilt für die ge­sam­ten Un­ter­su­chun­gen und Amts­hil­fe­ver­fah­ren. Viel­mehr ging es dort of­fen­bar nur um die in den USA an­säs­si­gen Per­so­nen. In Be­zug auf die «Non-Re­si­dent U.S. Per­sons» wis­sen auch die ame­ri­ka­ni­schen Be­hör­den, dass dies ei­ne heik­le Ge­schich­te ist. Die­ser Be­reich blieb von den Straf­un­ter­su­chun­gen denn auch völ­lig aus­ge­klam­mert.

Wer­den die De­tails des Pro­gramms ver­öf­fent­licht (wie die Wirt­schafts­kom­mis­si­on des Stän­de­rats das wünscht), wird in­ter­es­sant sein zu se­hen, ob im Gel­tungs­be­reich des DOJ-Pro­gramms eben­falls nur in den USA An­säs­si­ge U.S. Per­sons sind. Soll­te dies nicht der Fall sein, wä­re dies ei­ne wei­te­re Ver­schlech­te­rung/Be­nach­tei­li­gung der Ban­ken, die von den Ver­hand­lun­gen des Bun­des­rats mit den US-Be­hör­den be­trof­fen sind. Die Be­mes­sungs­grund­la­ge für die Bus­sen wür­de da­mit deut­lich er­höht – was nicht ge­recht­fer­tigt wä­re. Denn der Un­rechts­ge­halt der An­nah­me von Kun­den, die in den USA kei­ne Steu­er­er­klä­rung ein­reich­ten, aber in ih­rem Wohn­sitz­staat Steu­ern be­zah­len, ist viel ge­rin­ger als für die in den USA wohn­haf­ten Steu­er­pflich­ti­gen, die Steu­ern hin­ter­zo­gen ha­ben. Dies er­kennt auch das US-Recht, in­dem die­se Per­so­nen ih­re Ver­gan­gen­heit mit ei­ner Zah­lung von 5% des höchs­ten Stands ih­res un­ver­steu­er­ten Ver­mö­gens in den letz­ten sie­ben Jah­ren be­rei­ni­gen kön­nen.

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