AFG op­ti­miert Fens­ter­ge­schäft

SCHWEIZ Ver­la­ge­rung von Pro­duk­ti­on – CEO Fru­tig kommt vor­an

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - ADRI­AN BLUM

DUm­satz nach Be­rei­chen ie Ar­bo­nia-Fors­ter-Hol­ding setzt ih­ren Um­bau in klei­nen Schrit­ten fort und passt ih­re Di­vi­si­on Fens­ter und Tü­ren an. Im Zen­trum der Mass­nah­men steht die Ver­la­ge­rung von Pro­duk­ti­ons­an­la­gen für Kunst­stoff­fens­ter und die Schaf­fung von Kom­pe­tenz­zen­tren. Ei­ner der Haupt­grün­de da­für ist der an­hal­ten­de Preis- und Mar­gen­druck in die­sem Ge­schäft in der Schweiz, be­dingt durch wach­sen­des – und bil­li­ges – An­ge­bot aus­län­di­scher Wett­be­wer­ber.

CEO Da­ni­el Fru­tig nutzt für den An­pas­sungs­pro­zess be­ste­hen­de Struk­tu­ren des Ar­boner Bau­aus­rüs­ters. Das Fens­ter-Ge­schäft der AFG be­steht – aus­ser der zu Jah­res­be­ginn über­nom­me­nen pol­ni­schen Do­bro­plast und Sl­o­vak­tu­al – vor al­lem aus EgoKie­fer mit Haupt­sitz in Alt­stät­ten. Der Stand­ort in St. Gal­len soll zum Kom­pe­tenz­zen­trum für Holz- und Holz-/Alu­mi­ni­um-Fens­ter wer­den, ver­bun­den mit dem Auf­bau von Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten. Gleich­zei­tig wird die Her­stel­lung von Kunst­stoff­fens­tern von Alt­stät­ten in das be­ste­hen­de Werk in Pra­ve­n­ec/Slo­wa­kei ver­la­gert. Das dor­ti­ge Werk wird aus­ge­baut. Die Pro­duk­ti­on von Kunst­stoff­fens­tern in der Schweiz wird auf den EgoKie­fer-Stand­ort Vil­le­neuve/VD kon­zen­triert.

Per En­de 2016 ab­ge­schlos­sen

Die­ser Pro­zess wird ei­ni­ge Zeit in An­spruch neh­men und soll En­de 2016 ab­ge­schlos­sen sein. Ins­ge­samt will Fru­tig 33 Mio. Fr. in das Um­bau­pro­gramm in­ves­tie­ren. Zwei Drit­tel da­von lan­den in Pro­duk­ti­ons­an­la­gen. Re­gio­nal be­trach­tet ent­fällt je­weils rund die Hälf­te auf die Schweiz und auf die Slo­wa­kei.

Holz- und Holz-/Alu­mi­ni­um-Fens­ter er­lau­ben hö­he­re Mar­gen und wer­den auch künf­tig für die Schweiz in Alt­stät­ten pro­du­ziert. Holz­fens­ter eig­nen sich we­ni­ger gut für den Trans­port, wes­halb ei­ne Ver­la­ge­rung we­ni­ger Nut­zen brin­gen wür­de. Mit der De­fi­ni­ti­on als Kom­pe­tenz­zen­trum ist der Auf­bau von Per­so­nal, et­wa Schrei­ner, ver­bun­den, so­dass der Weg­fall der Kunst­stoff­pro­duk­ti­on in Alt­stät­ten nicht mit be­triebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen ver­bun­den sein soll. Der Ab­bau soll durch Um­schu­lung und na­tür­li­che Fluk­tua­ti­on ge­meis­tert wer­den.

Die Di­vi­si­on Fens­ter und Tü­ren er­ziel­te 2012 mit ei­nem Um­satz von 396 Mio. Fr. ei­ne ope­ra­ti­ve Mar­ge von 7,8%. In­klu­si­ve Do­bro­plast dürf­te die Di­vi­si­on 2013 gut 500 Mio. Fr. um­set­zen. Fru­tig sag­te im Ge­spräch mit «Fi­nanz und Wirt­schaft», an die­sem Ziel hal­te er trotz des Im­port­drucks in der Schweiz fest. Die Mar­ge wer­de durch die be­vor­ste­hen­de Trans­for­ma­ti­on wohl leicht be­las­tet, aber nicht un­ter den Wert von 2012 zu lie­gen kom­men. Mit­tel­fris­tig sol­len wie bis­her ge­plant 8 bis 9% er­reicht wer­den.

«Fä­hig­kei­ten bün­deln»

Ge­mäss Fru­tig lau­tet die Phi­lo­so­phie des Um­baus: ein Stand­ort, ei­ne Fä­hig­keit. Der CEO will so das Ma­xi­mum der ein­zel­nen Kom­pe­tenz­zen­tren her­aus­ho­len. Es ge­he nicht um «Ma­de in Swit­z­er­land», son­dern um «Ma­de by EgoKie­fer». Fä­hig­kei­ten wie die Mon­ta­ge mach­ten den Un­ter­schied, nicht der Stand­ort der Pro­duk­ti­on, er­läu­tert er. Die in der Slo­wa­kei her­ge­stell­ten Kunst­stoff­fens­ter sol­len da­her ih­ren Ab­satz in der Schweiz fin­den und den Wett­be­werb ge­gen an­de­re im­por­tier­te Pro­duk­te ge­win­nen.

Die Ak­ti­en der Ar­bo­nia-Fors­ter be­fin­den sich der­zeit im Seit­wärts­trend na­he 25 Fr. Für wei­te­re Kurs­sprün­ge ist Ge­duld ge­fragt. Mit Sicht auf zwei Jah­re dürf­ten die Ti­tel dank wei­te­ren Tur­naround-Po­ten­zi­als bes­ser als der Markt ab­schnei­den. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Ar­bo­nia-Fors­ter im On­li­neAk­ti­en­füh­rer: fuw.ch/AFGN

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