Auch Er­wach­se­ne lei­den un­ter ADHS

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Die Auf­merk­sam­keits­de­fi­zit-/Hy­per­ak­ti­vi­tätsstö­rung, be­kann­ter un­ter dem Kür­zel ADHS, ist kei­ne sel­te­ne Be­ein­träch­ti­gung. Sie tritt bei rund 4 bis 8% der Kin­der auf und ver­schwin­det nur in knapp der Hälf­te der Fäl­le wäh­rend der Pu­ber­tät, wie der auf ADHS un­ter Er­wach­se­nen spe­zia­li­sier­te Zürcher All­ge­mein­arzt Hans Ru­dolf Stri­cker vor Kur­zem in der «Schwei­ze­ri­schen Ärz­te­zei­tung» aus­ge­führt hat. Das be­deu­te, dass 2 bis 5% der Er­wach­se­nen eben­falls von ADHS be­trof­fen sind.

Die neu­ro­psych­ia­tri­sche Stö­rung, als die ADHS gilt, ist durch Pro­ble­me mit der Im­pul­si­vi­tät und oft auch durch Hy­per­ak­ti­vi­tät ge­kenn­zeich­net. Der un­auf­merk­sa­me Sub-

Kurs:Shi­re-xxxAk­ti­en??, Va­lor­zu­letzt??? oh­ne Schwung typ (oh­ne Hy­per­ak­ti­vi­tät) ist ver­brei­te­ter bei Mäd­chen und Er­wach­se­nen.

Der Nach­weis von ADHS ist schwie­rig. Wie Stri­cker be­tont, müs­sen meh­re­re Sym­pto­me ne­ben­ein­an­der vor­han­den sein, wo­zu auch Ge­dächt­nis­stö­run­gen, inn­ne­re Un­ru­he, kör­per­li­che Er­schöp­fung und Mü­dig­keit zäh­len kön­nen. Als Stan­dard­be­hand­lung hat sich der Ein­satz von Me­di­ka­men­ten auf Me­thyl­phen­i­dat­ba­sis wie Ri­ta­lin – idea­ler­wei­se in Kom­bi­na­ti­on mit Coa­ching oder ei­ner Psy­cho­the­ra­pie – durch­ge­setzt. Die Me­di­ka­men­te sprä­chen bei schwe­ren Fäl­len gut an, schreibt Stri­cker. Er warnt in­des vor der Ver­ab­rei­chung an Pa­ti­en­ten mit ei­ner leich­ten Form von ADHS (vgl. Haupt­text).

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