Eu­ro­pas Ver­si­che­rer be­sit­zen 18% des Ak­ti­en­markts

IN­TER­NA­TIO­NAL

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - TH

Die eu­ro­päi­schen As­se­ku­ranz­an­bie­ter hal­ten zu­sam­men 8500 Mrd. € an den Fi­nanz­märk­ten. Ver­ein­nahm­te Prä­mi­en aus Sach- und Le­bens­ver­si­che­run­gen wer­den von den In­sti­tu­ten so lan­ge in­ves­tiert, bis die Mit­tel bei Ablauf von Vor­sor­ge­po­li­cen oder nach Auf­tre­ten von Scha­de­ner­eig­nis­sen aus­be­zahlt wer­den müs­sen. Als Bran­che sei die Ver­si­che­rungs­wirt­schaft der eu­ro­pa­weit be­deu­tends­te Ka­pi­tal­an­le­ger, wird in ei­ner Stu­die des Bran­chen­ver­bands In­suran­ce Eu­ro­pe und des Be­ra­tungs­un­ter­neh­mens Oli­ver Wy­man aus­ge­führt.

Ver­mö­gens­auf­tei­lung

Ag­gre­giert sind die Mit­tel zu 64% in An­lei­hen, zu 15% in Ak­ti­en und zu ein Zehn­tel in Im­mo­bi­li­en und wei­te­ren Al­ter­na­ti­vin­vest­ments an­ge­legt. Be­zo­gen auf die Markt­vo­lu­men, wür­den die Ver­si­che­rer ein Vier­tel der Schuld­pa­pie­re eu­ro­päi­scher Staa­ten und 18% des Werts al­ler ko­tier­ten eu­ro­päi­schen Un­ter­neh­men hal­ten. Von den An­lei­hen eu­ro­päi­scher Ban­ken sei­en 11% in den Porte­feuilles der As­se­ku­ranz ein­ge­bucht, ha­ben die Stu­di­en­ver­fas­ser be­rech­net.

We­gen der schär­fe­ren Ka­pi­tal­vor­schrif­ten der Ban­ken und ih­rer folg­lich ver­min­der­ten Fi­nan­zie­rungs­be­reit­schaft dro­he den Län­dern und Un­ter­neh­men des al­ten Kon­ti­nents ei­ne Kre­dit­lü­cke, die im Zei­t­raum bis 2016 auf bis zu 5000 Mrd. € ver­an­schlagt wird. Da­mit die As­se­ku­ranz stär­ker als Kre­dit- und Dar­le­hens­ge­ber auf­tre­ten kön­ne, sei zu ver­mei­den, dass die im Rah­men des Sol­venz-II-Pro­jekts vor­an­ge­trie­be­nen Re­gu­lie­rungs­grund­sät­ze zu ein­schrän­kend aus­fal­len.

Die Schwei­zer Pen­si­ons­kas­sen – zum Ver­gleich – be­treu­en zu­sam­men ge­schätz­te 650 Mrd. Fr. Ver­mö­gens­an­la­gen. Ihr An­la­ge­mix setzt stär­ker auf Ak­ti­en, die mit zu­letzt 31% der Sum­me ähn­lich ge­wich­tig wie die An­lei­hen­in­vest­ments aus­ge­fal­len sind.

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