Wenn zwei sich strei­ten…

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Dass die bra­si­lia­nisch Saf­ra den Zu­schlag für die tra­di­ti­ons­rei­che Bas­ler Pri­vat­bank Sa­ra­sin er­hal­ten hat, hat den Haupt­grund dar­in, dass Schwei­zer In­ter­es­sen­ten un­ei­nig wa­ren. Zwei Krei­se hat­ten In­ter­es­se: ei­ner­seits die Ban­ken­grup­pe Raiff­ei­sen, an­de­rer­seits die Pri­vat­bank Ju­li­us Bär. Im ers­ten Fall sprach die Be­sitz­struk­tur für ei­nen Kauf. Raiff­ei­sen ist wie die nie­der­län­di­sche Ra­bo­b­ank, die ih­re Mehr­heits­be­tei­li­gung an Sa­ra­sin ver­kauft hat, ei­ne Ge­nos­sen­schafts­bank. Raiff­ei­sen-Chef Pie­rin Vin­cenz schweb­te vor, Sa­ra­sin an den bis­he­ri­gen Raiff­ei­sen-Part­ner Von­to­bel zu füh­ren. Da die­ser De­al nicht zu­stan­de kam, kauf­te Raiff­ei­sen das nicht­ame­ri­ka­ni­sche Ge­schäft der Schwei­zer Pri­vat­bank We­ge­lin (heu­te: No­ten­stein). No­ten­stein ver­stärkt sich nun mit Leu­ten von Sa­ra­sin – wo­mit sich der Kreis schliesst. Die Über­nah­me von Sa­ra­sin durch Ju­li­us Bär schei­ter­te am Wi­der­stand des da­ma­li­gen Sa­ra­sin-CEO Joa­chim Sträh­le. Ju­li­us Bär wur­de in der Zwi­schen­zeit mit dem nicht­ame­ri­ka­ni­schen We­alt­hMa­nage­ment-Ge­schäft von Mer­rill Lynch In­ter­na­tio­nal fün­dig.

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