Valiant holt neu­en CEO

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Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - RK

Mar­kus Gy­gax wird neu­er CEO der Re­gio­nal­ban­ken­grup­pe Valiant. Der 51-Jäh­ri­ge lei­tet der­zeit noch die Di­vi­si­on Re­tail der Ban­que Can­to­na­le Vau­doi­se (BCV) und ist dort Mit­glied der Ge­schäfts­lei­tung. Sei­nen neu­en Job bei Valiant wird er spä­tes­tens En­de No­vem­ber an­tre­ten, teil­te die Bank am Don­ners­tag mit. Mit der Neu­be­set­zung des Pos­tens zieht Valiant auf Füh­rungs­ebe­ne ei­nen Schluss­strich un­ter die zu­letzt we­nig ruhm­rei­che Ver­gan­gen­heit.

Das Ar­beits­ver­hält­nis mit Va­li­an­tChef Micha­el Hob­mei­er war im April auf­ge­löst wor­den. Mar­tin Gaf­ner lei­tet der­zeit die Bank in­te­ri­mis­tisch. Seit März ist mit Ewald Bur­ge­ner zu­dem ein neu­er CFO im Amt. Zum Jah­res­wech­sel war be­reits der Rück­tritt von Prä­si­dent Kurt Streit be­kannt ge­ge­ben wor­den. Des­sen Amt übt jetzt Jürg Bu­cher aus. Wie der de­si­gnier­te CEO Gy­gax kam Bu­cher von aus­ser­halb, und zwar von der Post, wo er zu­letzt Kon­zern­lei­ter war. Par­al­lel da­zu am­tier­te er vie­le Jah­re als Chef der Post­Fi­nan­ce. Von dort ken­nen sich Bu­cher und Gy­gax bes­tens. Von 2002 bis 2008 war Gy­gax Ge­schäfts­lei­tungs­mit­glied der Post­Fi­nan­ce.

«Gy­gax bringt ge­nau die Qua­li­tä­ten mit, die es braucht, um die Her­aus­for­de­run­gen im heu­ti­gen Markt­um­feld zu meis­tern und Ver­trau­en bei Kun­den, Mit­ar­bei­ten­den und Ak­tio­nä­ren zu schaf­fen», kom­men­tiert Bu­cher die Er­nen­nung. 2013 ist für Valiant «das Jahr der Er­neue­rung», wie der Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent in ei­nem Interview mit «Fi­nanz und Wirt­schaft» im März be­tont hat­te. Nach dem Aus­bau der Bi­lanz­sum­me auf rund 25 Mrd. Fr. ist das In­sti­tut nun auf dem Rück­zug. «Valiant kehrt zu­rück zu den Wur­zeln», lau­tet Bu­chers Vor­ga­be. Jetzt steht die ope­ra­ti­ve Um­set­zung an. Gy­gax wird die Struk­tu­ren und Pro­zes­se op­ti­mie­ren müs­sen.

Er steht vor ei­ner Her­aus­for­de­rung, wie ein Be­richt von Moo­dy’s auf­zeigt. Noch am Tag sei­ner Er­nen­nung gab die Ra­tin­ga­gen­tur nach Bör­sen­schluss be­kannt, die Kre­dit­wür­dig­keit von Valiant gleich um zwei Ab­stu­fun­gen nach un­ten kor­ri­giert zu ha­ben. Der Aus­blick ist wei­ter­hin ne­ga­tiv. Das tie­fe Zins­ni­veau macht Valiant zu schaf­fen. Die Bank muss wei­ter an der Kos­ten­schrau­be dre­hen. Im lau­fen­den Jahr sol­len 6 bis 8 Mio. Fr. ein­ge­spart wer­den. Ziel ist es, das Ni­veau des ope­ra­ti­ven Er­geb­nis­ses von 2012 hal­ten zu kön­nen.

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