Mehr Nut­zen durch Steue­rung

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Für das Strom­sys­tem ist nur be­grenzt re­le­vant, wel­che Spei­cher­tech­no­lo­gie zum Ein­satz kommt. Wich­tig ist vor al­lem der ge­ziel­te Ein­satz: «Spei­cher brin­gen erst in Zu­sam­men­hang mit ei­nem Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem ei­nen Nut­zen für Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men», sagt Phil­ipp Ei­sen­ring, Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent und Lei­ter Pro­dukt­ent­wick­lung des Zürcher Start- up Am­pard. De­ren gleich­na­mi­ge Lö­sung steu­ert und über­wacht Strom­spei­cher und an­de­re An­la­gen wie Boi­ler oder Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen. Das in­tel­li­gen­te Zu­sam­men­spiel die­ser An­la­gen er­zeu­ge für den Netz­be­trei­ber die wert­vol­le Fle­xi­bi­li­tät, so Ei­sen­ring.

Das Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem ent­schei­det, wann wel­cher Spei­cher zum Ein­satz kommt, um Sta­bi­li­tät für das über­ge­ord­ne­te Netz zur Ver­fü­gung zu stel­len oder Eng­päs­se in ei­ner Strom­lei­tung zu ma­na­gen. Da­bei gilt es ver­schie­de­ne Fra­gen zu klä­ren: Was sind die Sy­ner­gi­en mit vor­han­de­nen Kraft­wer­ken, wie wird der Strom­be­darf ge­deckt? Kön­nen un­ter- schied­li­che Auf­ga­ben durch den glei­chen Spei­cher, even­tu­ell gleich­zei­tig, er­bracht wer­den? Was sind die tech­ni­schen und kom­mer­zi­el­len Kon­se­quen­zen, wenn ein Spei­cher aus­fällt? Was ist re­gu­la­to­risch er­laubt? Wel­che Tech­no­lo­gie ent­spricht dem Rah­men am bes­ten?

Das Un­ter­neh­men Am­pard setzt mit den Lö­sun­gen auf der un­ters­ten Netz­ebe­ne an, dem Ver­teil­netz, und ar­bei­tet der­zeit an fünf Pro­jek­ten in der Schweiz, un­ter an­de­rem mit dem Ver­sor­ger CKW und den In­dus­tri­el­len Wer­ken Basel (IWB). In Basel ist auch Le­clan­ché be­tei­ligt, die Ge­sell­schaft lie­fert Spei­cher­an­la­gen.

Die Markt­for­scher von Na­vi­gant Re­se­arch se­hen Am­pard ne­ben nam­haf­ten Play­ern wie ABB, aber auch AES Ener­gy Sto­r­a­ge (vgl. Haupt­text) als ein Schlüs­sel­un­ter­neh­men für Di­enst­leis­tun­gen, die ei­ne si­che­re und sta­bi­le Strom­über­tra­gung er­mög­li­chen. Die Ge­sell­schaft hat fünf fest­an­ge­stell­te Mit­ar­bei­ter und kann auf per­so­nel­le Res­sour­cen ei­nes IT-Di­enst­leis­ters und der ETH Zü­rich zu­grei­fen.

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