Über­re­agiert

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - VT WE­ALTH MA­NAGE­MENT BANK JU­LI­US BÄR

«Die Vor­stel­lung, dass die US-No­ten­bank den Fuss vom Gas neh­men könn­te, jag­te den Märk­ten ei­nen kräf­ti­gen Schreck ein. Die Re­ak­tio­nen tra­gen lang­sam Zü­ge ei­ner Über­trei­bung. Fun­da­men­tal hat sich nichts ver­än­dert. Schon gar nicht in Eu­ro­pa, das sich müh­sam durch sei­ne Kri­se hol­pert. Tech­nisch ist zu we­nig be­kannt, dass das Fed schwer­ge­wich­tig die Staats­an­lei­hen am kur­zen En­de (bis 2015) auf­ge­kauft hat. Dass es da­zu über­ge­hen könn­te, Ti­tel zu ver­kau­fen, ist äus­serst un­wahr­schein­lich. Vor die­sem Hin­ter­grund bau­en sich der­zeit Ein­stiegs­ge­le­gen­hei­ten auf. Ne­ben dem Schwei­zer und dem ame­ri­ka­ni­schen Ak­ti­en­markt sind die eu­ro­päi­schen Ver­si­che­rer und Au­to­zu­lie­fe­rer – et­wa die Ti­tel der Pneu­her­stel­ler Pi­rel­li und Mi­che­lin oder auch des Brem­sen­spe­zia­lis­ten Brem­bo – ei­nen prü­fen­den Blick wert. Von der Er­neue­rung der Strom­net­ze – in den USA wie in Eu­ro­pa – soll­ten Ka­bel­her­stel­ler wie Prys­mi­an pro­fi­tie­ren.» sind, ha­ben in den USA bes­ser per­formt als in Eu­ro­pa. Des Wei­te­ren ha­ben wir in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ei­ne mar­kan­te Stär­ke der de­fen­si­ven Sek­to­ren er­lebt, die in US-Va­lue hö­her ge­wich­tet sind als in Eu­ro­pa-Va­lue. Wie se­hen wir die wei­te­re Ent­wick­lung? Ba­sie­rend auf un­se­rer Prä­fe­renz für zy­kli­sche Sek­to­ren ge­hen wir da­von aus, dass in­ner­halb der sich fort­set­zen­den po­si­ti­ven Ent­wick­lung von Va­lue der re­gio­na­le Trend kehrt und der eu­ro­päi­sche Be­reich zu­neh­mend be­güns­tigt wird.»

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