Charles Vö­ge­le im Ausverkauf

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM - GA

Drei Han­dels­ta­ge mit schwä­che­ren Kur­sen ha­ben die Ak­ti­en des Mo­de­hau­ses Charles Vö­ge­le erst­mals un­ter 10 Fr. ge­drückt. Der Bör­sen­wert be­trug am Frei­tag zwi­schen­zeit­lich noch 82 Mio. Fr. (All­zeit­hoch im Jahr 2000: 3 Mrd. Fr.). Er­kennt­nis­se aus dem ope­ra­ti­ven Ge­schäfts­ver­lauf wa­ren als Ur­sa­che nicht aus­zu­ma­chen. Vö­ge­le dürf­te aber nach dem miss­li­chen Früh­jahr wie H&M mit ei­nem hö­he­ren Wa­ren­la­ger kon­fron­tiert sein, was den Ge­dan­ken an Wert­kor­rek­tu­ren auf­kom­men liess. Für das Un­ter­neh­men wird es je­den­falls schwer, die an­ge­streb­te «deut­li­che Ver­bes­se­rung des Be­triebs­er­geb­nis­ses» zu er­rei­chen.

Dass zur glei­chen Zeit die Mel­dung kam, wo­nach der lang­jäh­ri­ge Ak­tio­när Clas­sic Glo­bal Equi­ty Fund sei­ne Be­tei­li­gung un­ter 3% ab­ge­baut hat, be­las­te­te zu­sätz­lich. Die Aus­ver­kaufs­stim­mung spie­gelt die Skep­sis, ob Ma­nage­ment und Ver­wal­tungs­rat des Be­klei­dungs­händ­lers der Tur­naround ge­lingt. Um das Schiff auf Kurs zu hal­ten, ist ein Kraft­akt not­wen­dig. Ein Vö­ge­le-En­ga­ge­ment bleibt über­durch­schnitt­lich ri­si­ko­reich und nicht emp­feh­lens­wert.

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