Roh­stoff­ti­tel un­ter Druck

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - PHG

Die eu­ro­päi­schen Bör­sen ver­lo­ren in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te deut­lich an Ter­rain. Grund wa­ren die Aus­sa­gen des US-No­ten­bank­chefs Ben Bernan­ke zur Dros­se­lung der An­lei­hen­käu­fe. Der Sto­xx 50 no­tier­te 3,6% tie­fer auf 2550,5.

Zu den we­ni­gen Ge­win­nern der Be­richts­pe­ri­ode ge­hör­ten die Ak­ti­en von No­kia (3 € am Frei­tag, +8,9% im Wo­chen­ver­gleich) und Ce­le­sio (19.73 €, +6%). Bei­de pro­fi­tier­ten von Über­nah­me­spe­ku­la­tio­nen. Ge­mäss ei­nem Be­richt in der «Fi­nan­ci­al Ti­mes» sei der chi­ne­si­sche Tele­com­kon­zern Hua­wei of­fen für ei­ne Über­nah­me von No­kia. Ein Spre­cher er­klär­te je­doch, es ge­be «kei­ne Plä­ne» für ei­nen Kauf des fin­ni­schen Han­dy­her­stel­lers. An Ce­le­sio ha­be die USDro­ge­rie­ket­te CVS In­ter­es­se, schrieb das «Ma­na­ger-Ma­ga­zin». Die Par­tei­en be­stä­tig­ten, Ge­sprä­che zu füh­ren, al­ler­dings nicht über ei­nen Ver­kauf (vgl. Sei­te 15).

M&A-Spe­ku­la­tio­nen be­we­gen No­kia – SAP fal­len nach Ora­cle-Zah­len

Eben­falls gut ten­dier­ten die Pa­pie­re des Netz­aus­rüs­ters Al­ca­telLu­cent (1.46 €, +2,2%). Das fran­zö­si­sche Un­ter­neh­men prä­sen­tier­te am Mitt­woch ei­nen Plan, um aus den tief­ro­ten Zah­len zu kom­men (vgl. Sei­te 15).

SAP (55.10 €, –3,8%) re­agier­ten mit Ab­ga­ben auf die Quar­tals­zah­len des kon­kur­rie­ren­den USSoft­ware­kon­zerns Ora­cle, der mit sei­ner Um­satz­ent­wick­lung ent­täusch­te (vgl. Sei­te 15). Auch Tip­co, ein Kon­kur­rent aus den USA von Soft­ware (22.91 €, –3,8%), pu­bli­zier­te ent­täu­schen­de Zah­len, wor­auf die Ak­ti­en der Deut­schen nach­ga­ben. Ein Ana­lyst wies je­doch dar­auf hin, das Soft­ware in den USA of­fen­bar Markt­an­tei­le ge­win­ne.

Gut hiel­ten sich die Va­lo­ren von Gea Group (27.99 €, –2%). Der An­la­gen­bau­er will sich vom Kli­ma­tech­nik­ge­schäft tren­nen und sich in Zu­kunft auf An­la­gen zur Her­stel­lung und Ver­ar­bei­tung von Le­bens­mit­teln kon­zen­trie­ren.

Ei­nen Rück­schlag er­lit­ten die Ti­tel von Lan­xess (50.21 €, –8,1%). Der Che­mie­kon­zern prä­zi­sier­te die Er­geb­nis­pro­gno­se für das lau­fen­de Quar­tal. Der Be­triebs­ge­winn wer­de in der Mit­te der an­ge­kün­dig­ten Span­ne von 174 bis 220 Mio. € lie­gen. Vor al­lem die schwa­che Nach­fra­ge aus der Au­to­mo­bilund der Rei­fen­in­dus­trie macht dem Kon­zern zu schaf­fen.

Com­merz­bank (7.27 €, –2,5%) schnit­ten im Wo­chen­ver­gleich deut­lich bes­ser ab als die Pa­pie­re von Kon­kur­ren­ten wie Deut­sche Bank (33.20 €, –4%) und BNP Pa­ri­bas (40.72 €, –5,9%). Das In­sti­tut will 5000 Stel­len ab­bau­en. Da­durch soll das Pri­vat­kun­den­ge­schäft wie­der pro­fi­ta­bel ge­stal­tet und Geld für In­ves­ti­tio­nen, et­wa um die ver­al­te­te IT zu mo­der­ni­sie­ren, frei­ge­macht wer­den.

Ak­ti­en aus dem Roh­stoff­sek­tor wie Glen­co­re Xstra­ta (287 p, –9,2%) und BHP Bil­li­ton (1704,5 p, –6,3%) so­wie Au­to­mo­bil­ti­tel wie Daim­ler (43.16 €, –9,4%) und BMW (64.36 €, –8,1%) lit­ten un­ter der Angst vor ei­ner wei­te­ren Ab­küh­lung der Kon­junk­tur in Chi­na. Der HSBCEin­kaufs­ma­na­ger­index für den In­dus­trie­sek­tor ent­fern­te sich wei­ter von der Wachs­tums­schwel­le bei 50 Punk­ten (vgl. Text links).

Die Aus­sicht auf das En­de der Geld­flut in den USA liess auch die Edel­me­tall­prei­se fal­len, da da­mit die In­fla­ti­ons­ängs­te für die USWirt­schaft sin­ken. Dies spür­ten auch Ak­ti­en der Gold- und Sil­ber­för­de­rer Rand­gold Re­sour­ces (4208 p, –13,8%) und Fres­nil­lo (911 p, –17,3%), die zu den schwächs­ten Wer­ten im markt­brei­ten Sto­xx 600 ge­hör­ten.

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