Ja­pan nach der Kor­rek­tur

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - MAR­KUS LI­EN­HART,

Mit den mas­si­ven Über­be­wer­tun­gen am Ob­li­ga­tio­nen­markt, wel­che auf­grund der an­hal­ten­den Li­qui­di­täts­flu­tung der Na­tio­nal­ban­ken ent­stand, ging in den letz­ten Wo­chen ein ers­ter Ruck durchs Ge­bälk die­ser An­la­ge­klas­se. Vor al­lem die Li­qui­di­tät im Be­reich un­ter­halb An­la­ge­qua­li­tät (IG) litt un­ter ei­nem aku­ten In­ter­es­se­not­stand, was sich in deut­lich wei­te­ren Han­dels­spreads und mas­siv tie­fe­ren Vo­lu­men spie­gel­te.

Am Wan­del­an­lei­hen­markt war das glei­che Phä­no­men der Han­dels­li­qui­di­tät im Non-IG-Be­reich zu be­ob­ach­ten. Die Ve­rän­de­run­gen der Han­dels­span­nen im IGSeg­ment zeig­ten sich da­ge­gen je­doch un­ver­än­dert, ob­schon auf­grund der Ak­ti­en­markt­tur­bu­len­zen teil­wei­se mitt­le­re Preis­ab­schlä­ge hin­ge­nom­men wer­den muss­ten. Da die Markt­li­qui­di­tät der An­la­ge­klas­sen um­so wich­ti­ger wird, je tur­bu­len­ter die Zei­ten sind, hat sich die At­trak­ti­vi­tät der Wan­del­an­lei­he grund­sätz­lich ver­bes­sert. Denn ih­re na­tur­ge­ge­be­ne Asym­me­trie sta­bi­li­siert das Ge­samt­port­fo­lio im li­qui­di­täts­über­flu­te­ten Ka­pi­tal­markt und bie­tet ak­tu­ell si­cher­lich die bes­te Al­ter­na­ti­ve zu äus­serst stolz be­wer­te­ten glo­ba­len Ob­li­ga­tio­nen.

Die Vor­zü­ge der Wand­ler ha­ben sich doch ge­ra­de auch in ei­nem Um­feld von an­zie­hen­den Ren­di­ten und deut­lich sin­ken­den Ak­ti­en­kur­sen der ver­gan­ge­nen Wo­chen ge­zeigt. Wäh­rend die re­la­ti­ve Ren­di­te ja­pa­ni­scher Staats­an­lei­hen über 10% ver­lor und die Ak­ti­en Rück­schlä­ge von über 20% ein­ste­cken muss­ten, ver­lo­ren die bes­ten ja­pa­ni­schen Wandelanleihen-Fonds im IG-Be­reich bis heu­te nur 4,5%. Da die Bank von Ja­pan je­doch ih­re Ab­sich­ten zur Yen-Be­wer­tung noch­mals be­stärkt hat, soll­te man si­cher­lich auch dem wei­te­ren Er­ho­lungs­po­ten­zi­al ver­mehrt Be­ach­tung schen­ken und den Ver­gleich des mas­si­ven An­stiegs seit An­fang Jahr bis zum Höchst im Mai be­trach­ten. Wäh­rend der To­pix rund 48% stieg, ha­ben die zehn­jäh­ri­gen ja­pa­ni­schen Staats­an­lei­hen in die­ser Zeit nur rund 2% zu­ge­legt. Ein­mal mehr wir hier das asym­me­tri­sche Ver­hal­ten von Wandelanleihen mit IG-Qua­li­tät deut­lich. So leg­te der stärks­te Ja­pan-Wan­del­an­lei­henFonds rund 29% zu, was ei­ner Ak­ti­en-Par­ti­zi­pa­ti­on von rund 60% nach oben und um 30% nach un­ten dar­stellt.

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