Gro­he hät­te et­wa u bie­ten

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSENGÄNGM ÜBERBLICK - PM

Ob, und wenn ja, wann die in der Sa­ni­tär­tech­nik ak­ti­ve Gro­he an die Bör­se kommt, ist noch of­fen. Der füh­ren­de Her­stel­ler von Sa­ni­tär­ar­ma­tu­ren ist 2004 vom In­ves­tor Te­xas Pa­ci­fic Group und von Cre­dit Suis­se First Bos­ton Equi­ty über­nom­men wor­den. Die Ei­gen­tü­mer wol­len sich of­fen­bar vom Un­ter­neh­men tren­nen. Da­bei steht ne­ben dem Bör­sen­gang auch der Ver­kauf an ei­ne an­de­re Ge­sell­schaft zur De­bat­te. Der Ent­scheid soll in den kom­men­den Mo­na­ten fal­len.

Gro­he ist seit der Über­nah­me ge­wach­sen und hat die Pro­duk­ti­vi­tät ge­stei­gert. Im Jahr 2012 setz­te sie 1,4 Mrd. € um und rea­li­sier­te ei­nen Ge­winn vor Zin­sen, Steu­ern, Ab­schrei­bun­gen und Amor­ti­sa­tio­nen (Ebitda) von 273 Mio. €. Das ent­spricht ei­ner Mar­ge von 19,4%. Gro­he be­treibt sechs Fer­ti­gungs­stät­ten und be­schäf­tigt rund 9000 Mit­ar­bei­ter.

Die Ebitda-Mar­ge von Gro­he er­reicht den Wert des Schwei­zer Sa­ni­tär­tech­ni­kers Ge­be­rit zwar nicht ganz (24,8%), liegt aber den­noch auf ei­nem sehr ho­hen Ni­veau. Ge­be­rit ist an der Bör­se mit rund dem Fünf­zehn­fa­chen des Ebitda be­wer­tet. Ana­log er­gä­be sich für Gro­he ein Wert von rund 3,8 Mrd. € (vgl. Ta­bel­le).

Al­ler­dings sind Ge­be­rit und Gro­he nur be­dingt ver­gleich­bar. Die Schwer­punk­te von Ge­be­rit lie­gen in den Be­rei­chen In­stal­la­ti­ons- und Rohr­lei­tungs­sys­te­me, in de­nen Gro­he nicht ak­tiv ist. Ar­ma­tu­ren ma­chen für Ge­be­rit nur ei­nen re­la­tiv ge­rin­gen, nicht ge­nau spe­zi­fi­zier­ten Um­satz­an­teil aus.

Gro­he hät­te dem An­le­ger ei­ni­ges zu bie­ten: ei­ne sehr gut ein­ge­führ­te glo­ba­le Mar­ke in ei­nem at­trak­ti­ven Markt so­wie über­durch­schnitt­lich ho­he Mar­gen.

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