Gold und Sil­ber rut­schen wei­ter ab

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - FuW

Wie in der Vor­wo­che ha­ben sich die Edel­me­tall­märk­te wei­ter nach un­ten be­wegt. Die Fein­un­ze Gold war am Di­ens­tag­nach­mit­tag noch 1273 $ Wert – so we­nig wie zu­letzt im Sep­tem­ber 2010. Noch An­fang Mo­nat be­weg­te sich der Preis des Edel­me­talls über 1400 $. Der Sil­ber­preis liegt mit 19.50 $ auf eben­falls auf dem tiefs­ten Ni­veau seit fast drei Jah­ren.

Dass die Fi­nanz­in­ves­to­ren wie Hedge Funds der­zeit nicht gut auf Gold zu spre­chen sind, zei­gen auch die wö­chent­li­chen Da­ten der Ter­min­bör­sen­auf­sicht CFTC. Sie la­gen für den 18. Ju­ni auf ei­nem Vier­wo­chen­tief und soll­ten nach Schät­zun­gen der Com­merz­bank nun auf ei­nem Sechs­jah­res­tief an­ge­kom­men sein.

Als ein Grund für die an­hal­ten­de Schwä­che des Edel­me­tall­markts wird ei­ner­seits ein stär­ker wer­den­der Dol­lar ge­nannt. Edel­me­tal­le und Roh­wa­ren wer­den in Dol­lar ge­han­delt, für Käu­fer aus an­de­ren Wäh­run­gen wer­den sie bei ei­nem teu­re­ren Dol­lar­kurs dem­ent­spre­chend un­at­trak­ti­ver. Zwei­tens stei­gen die Re­al­zin­sen, was das Hal­ten von Gold re­la­tiv ver­teu­ert. Wer jetzt Gold hält, bin­det Ka­pi­tal in ei­ner nicht ver­zins­ten An­la­ge.

Die An­kün­di­gung der USNo­ten­bank Fed, die An­lei­hen­käu­fe mög­li­cher­wei­se schon die­ses Jahr zu­rück­zu­fah­ren, hat aus­ser­dem vie­le An­le­ger zum Um­den­ken be­wo­gen, die Gold aus In­fla­ti­ons­angst ge­kauft hat­ten. Das Auf­blä­hen der Zen­tral­bank­bi­lan­zen liess Hy­per­in­fla­ti­on bis an­hin als plau­si­bles End­spiel er­schei­nen. Die Ver­lang­sa­mung der Bi­lanz­aus­wei­tung macht die­ses Sze­na­rio et­was we­ni­ger wahr­schein­lich.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.