Zins­sprung für lan­ge Hy­po­the­ken

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Das ist noch nicht die Zins­wen­de, auch wenn sich Fes­t­hy­po­the­ken mit Lauf­zeit über fünf Jah­ren in zwei Wo­chen zwi­schen 25 und 35 Ba­sis­punk­te (Bp) ver­teu­ert ha­ben (vgl. FuW Nr. 46 vom 15. Ju­ni). Der Drei­mo­nats­zins Li­bor – als Re­fe­renz­satz für die Fest­le­gung der Hy­po­the­ken – be­wegt sich seit Mo­na­ten zwi­schen 0,014 und 0,019%. Nach Ein­schät­zung der Zins­stra­te­gen der Schwei­zer Ban­ken (vgl. Zins­pro­gno­se Sei­te 22) wird der Drei­mo­nats­satz über die nächs­ten zwölf Mo­na­te un­ver­än­dert in die­sem Be­reich blei­ben. Die Zin­sen für län­ge­re Lauf­zei­ten wer­den aber in ei­nem brei­te­ren Be­reich os­zil­lie­ren.

Durch­ge­schla­gen hat der welt­wei­te Zins­an­stieg auf die lang­lau­fen­den Fes­t­hy­po­the­ken. Zehn­jäh­ri­ge ha­ben sich seit Mit­te Ju­ni von 2,3 auf 2,5 bis 2,8% ver­teu­ert. Die Hy­po­the­ken­an­bie­ter nutz­ten das hö­he­re Zins­ni­veau, um ih­re Mar­gen aus­zu­wei­ten. Im Durch­schnitt be­trägt die Mar­ge für Lauf­zei­ten zwi­schen sechs und zehn Jah­ren im­mer noch 120 Bp resp. 1,2%. Über dem Markt­durch­schnitt auf­ge­schla­gen ha­ben je­doch die On­li­ne-An­bie­ter. Das be­legt, dass sich für die Ban­ken die Fi­nan­zie­rungs­ab­si­che­rung lang­lau­fen­der Hy­po­the­ken über Zins­s­waps ver­teu­ert hat.

Der Satz für Li­bor-Hy­po­the­ken für pri­va­tes Wohn­ei­gen­tum setzt sich aus dem Ba­sis­satz und ei­ner Kun­den­mar­ge von 90 bis 135 Bp plus ei­ner Prä­mie für die Zins­ab­si­che­rung zu­sam­men. Gleich teu­er wie ei­ne zwei­jäh­ri­ge Fes­t­hy­po­thek, bie­ten Li­bor-Mo­del­le den Vor­teil, dass sie, wenn sich stei­gen­de Zin­sen ab­zeich­nen, je­der­zeit in ei­ne lang­lau­fen­de Fes­t­hy­po­thek ge­wan­delt wer­den kön­nen.

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