AFG hakt ei­nen wei­te­ren De­ves­ti­ti­ons­schritt ab

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Der Be­reich Stahl­roh­re geht an deut­sche Fa­mi­li­en­ge­sell­schaft Mu­bea – Nun muss noch ein Käu­fer her für die Ober­flä­chen­tech­no­lo­gie – Ak­ti­en le­gen Pau­se ein

Die AFG Ar­bo­ni­aFors­ter-Hol­ding hat ih­ren Be­reich Prä­zi­si­ons­stahl­roh­re an den Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer Mu­bea ver­kauft. Das Ge­schäft stand im Zu­ge des lau­fen­den Kon­zern­um­baus zur Dis­po­si­ti­on und war bis­her Teil der Di­vi­si­on Stahl­tech­nik. CEO Da­ni­el Fru­tig treibt mit der Trans­ak­ti­on das Un­ter­neh­men auf dem Weg zum rei­nen Bau­aus­rüs­ter wei­ter vor­an. Über den Kauf­preis wur­de Still­schwei­gen ver­ein­bart, für AFG wird aus der Trans­ak­ti­on aber ein leich­ter Ve­räus­se­rungs­ge­winn re­sul­tie­ren. Der Jah­res­um­satz be­trug zu­letzt et­wa 65 Mio. Fr., ent­spre­chend ei­nem An­teil an der Grup­pe von rund 5%.

Mu­bea, ein deut­sches Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men, will ge­mäss der AFG-Mit­tei­lung die Pro­duk­ti­on am Stand­ort Ar­bon bei­be­hal­ten und als in­ter­na­tio­na­les Kom­pe­tenz­zen­trum für Prä­zi­si­ons­stahl­roh­re aus­bau­en. Der Be­reich stellt Pro­duk­te für die Au­to­mo­bil-, die Ma­schi­nen- und die Mö­bel­in­dus­trie her. Mu­bea ist als Au­to­zu­lie­fe­rer spe­zia­li­siert auf Fe­der­kom­po­nen­ten und ver­wand­te Pro­duk­te.

In Ar­bon sol­len un­ter Mu­bea künf­tig auch Pro­duk­te für den Ei­gen­be­darf pro­du­ziert wer­den. An dem Stand­ort sind nun In­ves­ti­tio­nen von mehr als 15 Mio. Fr. ge­plant, in die Wei­ter­ver­ar­bei­tung der Roh­re so­wie in die Fer­ti­gung von Tailor Rol­led Tu­bes. Die 189 Mit­ar­bei­ter wer­den über­nom­men. Mu­bea bleibt lang­fris­tig in den Pro­duk­ti­ons­hal­len von Fors­ter Pro­fil­sys­te­me ein­ge­mie­tet.

Mar­gen­stei­ge­rung im Vi­sier

Der Be­reich Prä­zi­si­ons­stahl­roh­re ge­hör­te bis­her der Di­vi­si­on Stahl­tech­nik an, die im Jahr 2012 knapp 130 Mio. Fr. um­setz­te (Grup­pe: 1,3 Mrd. Fr.), wo­von knapp die Hälf­te auf die Prä­zi­si­ons­stahl­roh­re und der Rest auf die Pro­fil­sys­te­me ent­fiel. Pro­fil­sys­te­me ist spe­zia­li­siert auf Pro­duk­te in Stahl und Edel­stahl für Tü­ren, Fens­ter und Fas­sa­den, was zum Kern­ge­schäft des Bau­aus­rüs­ters aus Ar­bon zählt. Im Fe­bru­ar hat die AFG be­reits die Kühl­tech­nik ver­äus­sert und im ver­gan­ge­nen Jahr As­ta ( Trans­port), Aqua­lux (Sa­ni­tär), das Cor­po­ra­te Cen­ter und Wa­ren­dorf (Kü­chen) ab­ge­stos­sen. Ziel des Um­baus sind die Kon- zen­tra­ti­on auf die ei­ge­nen Stär­ken und die Ver­bes­se­rung der Mar­gen.

Zur Dis­po­si­ti­on steht noch die Ober­flä­chen­tech­no­lo­gie (STI) mit ei­nem Um­satz von 68 Mio. Fr., die zu­letzt sehr ho­he Wert­be­rich­ti­gun­gen ver­ur­sacht hat­te. Die­ser Ver­kauf dürf­te 2014 über die Büh­ne ge­hen, even­tu­ell frü­her. STI ist spe­zia­li­siert auf Be­schich­tung und Be­ar­bei­tung von Ober­flä­chen und be­lie­fert pri­mär die Druck­in­dus­trie, die sich in den letz­ten Jah­ren schlecht ent­wi­ckelt hat. Der Be­reich war ein Fremd­kör­per. Das Kern­ge­schäft be­steht nun aus Heiz­tech­nik & Sa­ni­tär, Fens­ter & Tü­ren, Pro­fil­sys­te­men und Kü­chen. Mit­tel­fris­tig dürf­te aber das Kü­chen­ge­schäft noch­mals ge­prüft wer­den.

Ba­sis für mehr Er­folg ge­legt

CEO Da­ni­el Fru­tig hat ein wei­te­res Be­weis­stück für die Kon­zen­tra­ti­on auf das Kern­ge­schäft ge­lie­fert. Die Ak­ti­en be­fin­den sich seit län­ge­rem in ei­ner Seit­wärts­be­we­gung. Für ei­nen Aus­bruch nach oben be­darf es nun po­si­ti­ver Neu­ig­kei­ten zur ope­ra­ti­ven Ent­wick­lung im Kern­ge­schäft. Die Ba­sis da­für ist nach der Eta­b­lie­rung ei­nes neu­en VR im Früh­jahr und der bis­her über­zeu­gen­den Leis­tun­gen des Ma­nage­ments ge­legt. Al­ler­dings be­ste­hen ge­wis­se wäh­rungs­be­ding­te und kon­junk­tu­rel­le Ri­si­ken.

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